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Thursday Throwback

After my last postings here in this series “Thursday’s Throwback” were more or less in thematic order, about my attempts to get a Green Card, and about Buster, I’m now returning to a more or less chronological order, with a repetition of a contribution originally posted in my blog “Pit’s Musings and Ramblings from a Big Country: Mein persönliches Blog mit ‘Updates aus Texas‘”, on Saturday, January 30 ,2010.

Donnerstägliche Retrospektive

Nachdem meine vergangenen Beiträge hier in dieser Serie “Donnerstägliche Retrospektive” in mehr oder weniger chronologischer Folge erschienen sind, mit Beiträgen über meine Anstrengungen, eine Green Card zu erhalten, und über Buster, kehre ich nun zurück zu einer mehr oder weniger chronologischen Reihenfolge, mit der Wiederholung eines Artikels, den ich ursprünglich in meinem Blog “Pit’s Musings and Ramblings from a Big Country: Mein persönliches Blog mit ‘Updates aus Texas‘”, am Samstag, dem 30.  Januar 2010, veröffentlich habe.

Schule (I)

Heute war ich mal wieder in der/einer Schule vor Schülern. Cousin Mark unterrichtet im Nachbarort Runge an der dortigen Senior High School und hatte mich eingeladen, vor zwei seiner Klassen [jeweils ein besonderes Förderprogramm, um Schüler zu einer besseren akademischen Laufbahn anzuregen] über Deutschland, insbesondere das deutsche Bildungssystem, zu sprechen und Fragen zu beantworten. Hat mir gut gefallen.

Was hier ganz wohltuend auffällt, sind die kleinen Klassen. Marks Gruppen [einmal Klasse 8 und einmal Klasse 9] waren mit 10 bzw. 11 Schülern und Schülerinnen zwar auch für hiesige Verhältnisse bemerkenswert klein, aber mehr als 15 Schüler pro Klasse gibt es hier nur in absoluten Ausnahmefällen. Und dann kommen hier natürlich die Schüler zum Klassenraum des Lehrers, nicht umgekehrt. Man kann zwar dagegen sagen, dass das immer zu großen Schülerwanderungein den Pausen führt, aber ich sehe als nicht zu unterschätzenden Vorteil an, dass man so als Lehrer einen Raum hat, den man wirklich fachspezifisch einrichten und ausgestalten kann.

Die Schüler waren übrigens ausgesprochen diszipliniert: ruhig und ohne mit dem Nachbarn zu reden. Es gab keine Zwischenrufe, und jeder meldete sich für seine Fragen.

Insgesamt: eine bemerkenswert wohltuende Atmosphäre.

Ach – und noch etwas: die Bezahlung der Lehrer ist hier keineswegs landeseinheitlich geregelt, sondern von Schuldistrikt zu Schuldistrikt unterschiedlich. Mark erzählte mir, dass Runge ein relativ finanzschwacher Schulbezirk ist und er etwa $ 10.000 pro Jahr weniger verdient als das hier in Karnes City möglich wäre. Aber er schätzt die bessere Atmosphäre und die besseren Arbeitsbedingungen in Runge so hoch ein, dass er das geringere Gehalt in Kauf nimmt.

School (I)

Today I was in a school again, in front of students. Mark, one of Mary’s cousins, is a teacher in neighbouring Runge, at the Senior High School there. He had invited me to talk to two of his classes [both a special programme to interest the students in an academic career] about Germany in general and the German educational system in particular, and to answer questions. I enjoyed it.

What was surprisingly nice was the small size of classes here. Mark’s groups [one grade 8 and one grade 9] were just 10 and 11 students respectively. These were remakably small groups even for conditions here, but more than 15 students per class would really be an exception. Different than Germany the students come to the teacher’s classrom, not vice versa. One might hold against that system that it makes for large groups of students wandering about between classes, but a distinct advantage, to my mind, is the fact that teachers can thus arrange and furnish the classroom excatly according to the subject they teach there.

The students were quite well disciplined: quiet and not talking to their neighbours. There were no hecklings and everybody raised their hand before asking questions.

On the whole a strikingly pleasant atmosphere.

Something else: payment is not regulated statewide, but differing from scholl district to school district. Mark told me that Runge is a relatively poor school district and he got about $10,000 less per year than he could have made here in Karnes City. But he likes the better working-conditions and the better atmosphere in Runge so much that he accepts the lesser payment.

36 responses to “Thursday Throwback

  1. Worth it to have the better conditions.

  2. Interessant zu lesen.
    LG Jürgen

  3. Interesting to hear about different systems. In my youth we had about 40 in primary school classes and 30 at secondary! Though that decreased as we got older and chose options. I think the average now is under 25 (primary) – still too big I think.

  4. Sehr interessant und gut geschrieben, Pit.
    👍

  5. Average American class sizes have shrunk a lot in my lifetime but that hasn’t led to an improvement in learning. Many of today’s American high school “graduates” can’t answer simple questions like “Where is Bolivia?” or “Which country did the United States gain its independence from?” or “What is 30% of 50?” or “What are the three main branches of the American government?”

  6. Students walk to the teachers in Scotland too. Seems strange otherwise. I would accept less money for a more satisfying job.

  7. Das ist ein seltener Fall, daß jemand ganz bewusst die geringere Bezahlung wählt!
    Unsereins denkt natürlich auch gleich an die Rente, die dann ja auch schwächer ausgefallen sein dürfte!
    Während meines Arbeitslebens war das immer so ein Gesichtspunkt. Immer wieder hörte man von Phantasiezahlen, die einzelne einstrichen.
    Nun, mittlerweile ist mir das egal. Meine Rente wird reichen – zwar wird sie nicht so hoch sein, aber was brauche ich denn?

  8. Helmut Hartmann

    Klar die Schüler kannten alle Deinen blog hier und wussten das sie sich diszipliniert und ruhig verhalten mussten. Denn sonst hättest Du es hier rein geschrieben und ganz Deutschland wüsste Bescheid………. 🙂
    Nein, eine sehr interessante Information. Wieder was gelernt.
    HG Helmut

    • Veilleicht kann ich aber auch froh sein, dass es damals Blogs, Twitter, etc. noch nicht gab, und damit auch keine “Trolle”, die mir hier haetten auf den Pelz ruecken koennen.
      Freut mich, dass Dir meine Informationen gefallen haben.
      Liebe Gruesse,
      Pit

  9. Ich würde mich freuen wenn die Bedingungen für Schüler und Lehrer hier auch so wären… Als Schüler muss man doch eh nach fast jeder Stunde den Raum wechseln und für den Lehrer ist ein fester Raum und so überschaubare Klassen doch absolut super. Wenn die Arbeit Spaß macht, kann man auch mit weniger Gehalt leben (wenn man sich diesen Luxus denn erlauben kann). Liebe Grüße, Frauke

    • Was die Klassengroesse angeht, da sind hierzulande die Bedingungen wirklich besser als in Deutschland. Das “Fachraum-Prinzip hat Vor- und Nachteile. Wie zu einem anderen Kommentar geantwortet: wenn die Schueler – bis auf Ausnahme, wie Chemie etc. – immer im eigenen Raum sind, koennen sie ihn auch fier sich passend ausgestalten. Hat auch etwas fuer sich.
      Zur Bezahlung: Geld ist im Beruf wirklich nicht Alles – wenn man denn mit dem, was man verdient, auskommen kann. Die Bezahlung der Lehrer hier in Texas ist nicht unbedint ueberragend, um das mal so auszudruecken. Ich erinnere mich noch zu gut ueber Marys etas “pikierte” Bemerkung ueber das Gehalt ihrer Tochte in deren erster Anstellung, als Mary meinte, “Da bekommt sie schon bei ihrem ersten Job erheblich mehr als ich nach 25 Dienstjahren!”

      • Ja, das ist wirklich traurig mit dem Gehalt. Gerade Lehrer sind doch so wichtig für die Kinder und Jugendlichen. Dementsprechend sollte auch die Bezahlung besser sein. Wir hatten immer “eigene” Klassenräume, sind nur für Musik, Kunst, Sport, Chemie, Physik und Spanisch gewechselt. Trotzdem war jeder Raum gleich, bis auf die Grundausstattung wie etwa Bunsenbrenner in Chemie. Mit dem ich einem Schulkollegen auch mal den Arm flambiert hab 😀 Er hat wieder mal nicht aufgepasst. Ich frag ob er soweit ist. Ja ja, nu mach endlich. Hab ich. Wusch hat s gemacht 😀 Herrlich sein Gesicht 😀 Ist nix passiert, war nur der Schreck 😉

        • Ich will zwar nicht behaupten, dass man auf jeden Fall bessere Lehrer bekommt, wenn man sie ordentlich bezahlt, aber etwas ist da bestimmt dran. Ausserdem ist die Hoehe der Bezahlung ja immer auch ein Gradmesser fuer die Wertschaetzung eines Brufs – und diese ist fuer Lehrer sehr gering. Leider! Hueben wir drueben uebrigens.

  10. Very interesting post. Thank You.

    In Finland also students only walk to special rooms – well. at least when I was school boy!

    Have a good day!

Hi, what's your take on this? Let me know. - Hallo, und was meinst Du? Schreib' doch mal.

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