Gallery

Dinner at Otto’s

As I wrote before, it was 21 years ago this week’s Tuesday that Mary and I first met, and we celebrated that with an exquisite dinner at Otto’s, a small but fine restaurant here in Fredericksburg.

Abendessen bei Otto’s

Wie ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe, war es am vergangenen Dienstag 21 Jahre her, dass Mary und ich unsere erste Bekanntschaft gemacht hatten, und wir haben das mit einem vorzüglichen Abendessen bei Otto’s, einem kleinen aber feinen Restaurant hier in Fredericksburg gefeiert.

We hadn’t been there for six years, and that is six too many. The food is excellent there. That much to start with. I’d describe it as partly German cuisine with a definite French touch. The food is well prepared and appealingly presented. The service is all it should be: attentive but not obtrusive, and, what is more – I have often had reason to complain about that in even restaurants of the highest-claimed standards – the timing of the courses was perfect: enough time to enjoy your course at leisure without being rushed or, what is even worse, that the next course was served while we were still at the previous one. My wines were perfect in temperature: the white, a Gruener Veltliner [which I had with my appetizer] was cool but not cold, and the red, a Cabernet Sauvignon [which I had with my main course] was served at room temperature. Another remark about the service: our waiter asked me if I would like to have my wine immediately after having ordered it or with my course. I really liked him to be that considerate. After our appetizer, we got new silverware, as it should be, but my experience even in quite upscale restaurants does not bear this out. We were left enough time to choose our dishes and to have time in between. That again is, to my experience, rare even in high-end restaurants here, where they seem to be more concerned with rushing you through. They don’t have a very extensive wine list, but there’s enough of a choice for everybody to fine a wine that is to their taste and that will accompany their choice of food well. They also have beers, 9 on draught and 9 bottled, German ones, mainly from Bavaria, included. Again: really enough to choose from.

Wir waren seit sechs Jahren nicht mehr da gewesen, und das waren mit Sicherheit sechs Jahre zu viel. Das Essen dort war ganz ausgezeichnet – so viel vorab. Ich würde die Küche bei Otto’s als teilweise deutsch mit einem klaren französischen Einschlag bezeichnen. Die Speisen sind gut zubereitet und ansehnlich präsentiert, und der Service ist exakt wie er sein sollte: aufmerksam, aber nicht aufdringlich. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: das Timing zwischen den einzelnen Gängen stimmte. Eigentlich sollte das ja eine Selbstverständlichkeit sein, aber ich habe genau in diesem Punkt immer wieder Anlass zur Klage, selbst in Restaurants, die sich selbst der höchsten Qualität rühmen. Hier bei Otto’s hatten wir genügend Zeit, unsere einzelnen Gänge in aller Ruhe zu genießen ohne dass wir uns gehetzt fühlten und erst Recht ohne dass der nächste Gang auf den Tisch kam während wir noch mit dem vorherigen beschäftigt waren. Man ließ uns auch wirklich genug Zeit, in Ruhe die Speisekarte zu studieren und unsere Speisen und Getränke auszuwählen. In vielen Restaurants kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie mehr am schnellen Durchsatz ihrer Gäste interessiert sind. Meine Weine wurden in genau der perfekten Temperatur serviert: der weiße, ein Grüner Veltliner [den ich als Begleitung zu meiner Vorspeise ausgewählt hatte], war kühl aber nicht kalt, und der rote, ein Cabernet Sauvignon, der mein Hauptgericht begleitet hat, kam mit Raumtemperatur. Eine weitere Bemerkung zum Service: unser Kellner fragte bei meiner Bestellung des jeweiligen Weins, ob ich ihn sofort serviert haben wollte oder zusammen mit dem Gericht: sehr aufmerksam, fand ich. Etwas Anderes, das zwar so sein sollte, aber auch in gut geführten Restaurants gar nicht unbedingt üblich ist: nach unserer Vorspeise bekamen wir neues Besteck. Dieses Restaurant hat zwar keine sehr umfangreiche Weinkarte, aber es gibt dennoch absolut genügend Auswahl, sodass immer der zum eigenen Geschmack und zum ausgewählten Gericht passende Wein gefunden werden kann. Es gibt dort auch eine relativ umfangreiche Auswahl an Bieren, sowohl vom Fass [9] als auch aus der Flasche [ebenfalls 9], unter Beiden eine Reihe bayrischer Biere.

My final opinion: Otto’s is one of the (three) best restaurants here in Fredericksburg. I’d rank it as equal to the Cabernet Grill, and possibly just a tad above the Navajo Grill. Other restaurants can’t compare, I’m sad to say. It might be a good idea, though, to reserve a table as they are very popular and as it’s not too spacious inside.

Meine abschließende Wertung: Otto’s zählt für mich zu den (drei) besten Restaurants hier in Fredericksburg. Ich würde es einordnen zwischen dem Cabernet Grill und ganz knapp über dem Navajo Grill. Andere Restaurants hier können diesen Dreien nicht das Wasser reichen, so Leid es mir tut. Es ist allerdings wohl eine gute Idee, bei Otto’s einen Tisch zu reservieren, denn das Restaurant ist gut besucht und hat nicht übermäßig viel Platz.

And now to our dishes: For an appetizer we had “Flammkuchen”. This had a topping of caramelized onion, candied bacon, comte and gorgonzola cheese, sun-dried tomatoes, and arugula. We enjoyed it very much.

Und nun zu unseren Gerichten: Als Vorspeise hatten wir Flammkuchen, mit einer Auflage von karamellisierten Zwiebeln, kandiertem Speck, Comte und Gorgonzola Käse, sonnengetrockneten Tomaten und Rucola. Dieser Flammkuchen hat uns sehr gut geschmeckt.

Flammkuchen

Flammkuchen

As I said above, I had a glass of “Gruener Veltliner” with it, from Rheinhessen in Germany, 2017 vintage. I really enjoyed the dryness of that wine.

Wie oben schon erwähnt hatte ich dazu einen Grünen Veltliner aus Rheinhessen, Jahrgang 2017. Der Wein hat mir, trocken wie er war, sehr gut gefallen.

For a main course Mary had the “Wurst Platte”, with two quite large house-made sausages [I’d call them “Bratwurst’], Kartoffelsalat [potato salad], Sauerkraut, Senfgurken [pickles], and house mustard. The sausages were very tasty, and the house mustard complemented them perfectly. The Sauerkraut had a lot of caraway in it, and was ever so lightly sweet: wonderfully flavoured. The potatoes, though, were not potato salad but just plain boiled potatoes. Not that it mattered as they went well with the sausages, but I think it’s worth mentioning as it was not exactly what the menu said.

Als Hauptspeise hatte Mary eine Wurstplatte, mit zwei ziemlich großen hausgemachten (Brat)würsten mit Kartoffelsalat, Sauerkraut, Senfgurkenscheiben und hausgemachtem Senf. Die Wurste waren wirklich schmackhaft, genauso wie der hausgemachte Senf, der sie sehr fein ergänzte, und auch das ganz leicht süße und mit viel Kümmel gewürzte Sauerkraut war sehr schmackhaft. Der Kartoffelsalat war allerdings keiner, sondern es waren einfache gekochte Kartoffel. Nicht dass das etwas ausgemacht hätte, denn sie passten auch sehr gut zum Gericht, aber es war eben nicht das, was wir der Speisekarte zufolge erwartet hatten.

Wurstplatte

Wurstplatte

My main course was “Short Rib Ragout”, from red-wine braised short ribs, the meat coming from 44Farms, with wild mushrooms and pappardelle, and I enjoyed its rich flavour very much. As mentioned above, I had a glass of Terroir Cabernet Sauvignon with it, a 2015 vintage from California’s Napa Valley. It was exactly right in its temperature and had had enough time to air for it to have developed its full rich but mellow taste

Mein Hauptgericht war ein Ragout von in Rotwein geschmorten kurzen Rippchen, mit wilden Champignon und Pappardelle, und das reiche Aroma hat mir sehr gemundet. Wie oben schon geschrieben, hatte ich dazu einen 2015ner Terroir Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley in Kalifornien. Der Wein wurde exakt mit der richtigen Temperatur serviert und hatte genug Zeit gehabt, um zu atmen und so sein großartig reiches und dennoch mildes Buquet zu entwickeln.

short rib ragout

Red-Wine Braised Ragout of Short Ribs with Pappardelle

We then ordered their “Schokoriegel”, a flourless chocolate torte [white and dark chocolate], with a pistachio crisp, a meringue, and cherries served at the side. That was quite a rich dessert, but ever so yummy.

Nach dem Hauptgang haben wir dann als Nachtisch den Schokoriegel, eine reichlich untertriebene Bezeichnung für eine Schokoladentorte ohne Mehl bestellt. Sie bestand aus weißer und dunkler Schokolade und war dekoriert mit einem Pistazienplätzchen und einem Mini-Baiser: ein sehr reichhaltiges Dessert, aber so unheimlich lecker.

Schokoriegel

Schokoriegel

With that I had espressos and a Schladerer Schwarzwaelder Kirschwasser as a digestif: oh my, what a treat!

Dazu habe ich mir Espressos und ein Schladerer Schwarzwälder Kirschwasser als Digestif gegönnt: oh mein Gott, was für ein Genuss!

my treat

Oh, What a Treat!

Conclusion: even if it calls itself a (German) “Bistro”, it’s a fully-fledged excellent restaurant and it will definitely not be 6 years before this place sees us again!

Zum Abschluss: auch wenn es sich ein (German) “Bistro” nennt, so ist es doch ein vollwertiges ausgezeichnete Speiserestaurant und es wird bestimmt dieses Mal keine sechs Jahre dauern ehe wir wieder bei Otto’s essen gehen.

52 responses to “Dinner at Otto’s

  1. Es geht halt nichts über ein leckeres Menü in einem guten Restaurant. Aber die Portionen sehen ja riesig aus. Leider wäre ich schon nach dem Flammkuchen satt gewesen. Als Vorspeise ganz schön viel! LG Sigrid

    • Hallo Sigrid,
      da hast Du Recht: ein leckeres Essen in einem guten Restaurant ist schon etwas Besonderes.
      Zu denPortionen: der Flammkuchen waere als Vorspeise durchaus fuer 4 Personen gut gewesen. Durch die Auflage von relativ viel und relativ fettigem Kaese war er ziemlich maechtig. Da war der, den wir ein paar Jahre zuvor dort gegessen haben, mit einer ganz duennen Kruste und Schafskaese drueber gebroeselt, laengst nicht so saettigend. Im Vergleich war der damals besser. Als uns die Hauptgerichte vorgesetzt wurden, haben wir beide uebrigens zuerst gedacht, die saehen aber nach relativ wenig aus und so gar nicht nach den riesigen Potionen, die man hier normalerweise bekommt. Als wir dann aber zu essen angefangen haben, da wurde uns schnell klar, wie sehr wir uns getaeuscht hatten. Es waren wirklich ganz schoen grosse Portionen. Mary hat ja auch die Haelfte von ihrem Hauptgericht mir nach Hause genommen. Ich habe zwar Alles aufgegessen, spaeter aber gemerkt, dass ich es besser nicht getan haette – einmal so ueberfuellt, wie ich mich danacg gefuehlt habe, und zum Anderen bei dem Schock am naechsten Tag auf der Waage. 😀
      Hier sind die Portionen im Allgemeinen fuer uns zu reichlich, und fast immer nehmen wir einen Teil mit nach Hause.
      Liebe Gruesse,
      Pit

  2. I’m so glad your celebration was a delight!

  3. Fredericksburg scheint ja eine Reise wert zu sein!

    Ich finde gut, wenn in Restaurants bestimmte Regeln eingehalten werden. Gerade zu eurem 21-jährigen ! Habt ihr das übrigens drin vermittelt?!

    Ich muß auch in Zukunft des öfteren deine deutsch-englischen Kommentare durchforsten. Mein Englisch hat doch etwas gelitten, seitdem ich nicht mehr arbeite – wir hatten ja im Beruf einmal in der Woche eine Stunde engl. Konversation gehabt.

    Ich finde, soviele Köstlichkeiten bis hin zum Espresso und dem “Wässerchen”, das hinterlässt einen bleibenden Eindruck und lässt euch sicher noch länger zurückdenken.

    Sehr fein, immer deine Aufbereitung der Artikel – was sagt denn deine Frau zum Bloggen? Bloggt sie auch?

    • Aber sicher ist Fredericksburg eine Reise wert! Solltest Du Dich mal dazu entschliessen: wir haben immer ein Gaestezimmer frei. Na ja, fast immer. 😉 Du und Deine Frau seid herzlich eingeladen. Wir haben gerne Gaeste und machen auch gerne die Reisefuehrer.
      Im Restaurant haben wir es – leider – so deutlich nicht um Ausdruck gebracht, sondern nur allgemein das Essen und den guten Service gelobt. Ich habe allerdings eine sehr positive Restaurantkritik bei Google hinterlassen.
      Komm’ gerne des Oefteren hier vorbei.
      Zu meinem zweisprachigen Blog: urspruenglich habe ich einsprachig, in Deutsch, angefangen [https://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/], um meine deutschen Freunde ueber mein Leben hier zu informieren. Dann habe ich aber feststellen muessen, dass einerseits diese Zielgruppe sich wenig dafuer interessierte, ich aber schon englischsprachige Leser bekam. Da habe ich dann parallel ein Blog in Englisch aufgemacht [https://pitstexasexpatblog.wordpress.com/], das deutsche aber auch weitergefuehrt, weil da andere Leser hinzu kamen. Und spaeter habe ich mir dann gedacht, dass es einfacher sei, das Ganze in einem zweisprachigen Blog zu vereinen und die beiden separaten aufzugeben. Gelegentlich verweise ich bei einem Beitrag noch darauf, und ich habe vor, gelegentlich – oder auch regelmaessig – den einen oder anderen Artikel aus den alten Blogs unter dem Titel :Thursday Throwback” hier wieder zu praesentieren.
      Mit Sicherheit denken wir an den Abend noch lange zurueck.
      Freut mich, dass maine Aufarbeitung der Artikel Dir gefaellt. Meine Frau unterstuetzt mich beim Bloggen. Zumindest hat sie nichts dagegen. Sie selber bloggt nicht, sondern ist auf Facebook unterwegs. Ich persoenlich mag Facebook nicht, der Geschaeftspolitik wegen.

      • Herzlichen Dank für die Einladung, Pit. 🙂
        Die Gastfreundschaft von Dir schätze ich sehr.
        Ob es dazu kommen kann, weiß ich nicht.
        Ich wollte meiner Frau wenigstens mal NY zeigen, aber dazu ist es auch noch nicht gekommen.

        Daß deine Frau viel auf Facebook ist, wird wohl das Bloggen erleichtern.
        Ich hatte immer viel Freude am Englischen, aber da ich nie länger als zwei Wochen drüben war, ist es zwar ein vernünftig gutes Englisch, aber kein perfektes geworden. Ab und an schreibe ich auch zweisprachlich, auch weil es Spaß macht.

  4. Da bekomme ich sofort hunger und die Weinauswahl klingt auch perfekt😃
    LG Andrea

  5. I’m glad you had such a lovely meal for your anniversary!

  6. Happy Anniversary! That sounds like a wonderful restaurant with authentic delights from Germany (maybe with a French influence?!?!). At any rate, it’s the kind of place my husband and I love.

    Pam

    • Thanks Pam!
      It is a great restaurant. The dishes really are not exactly authentic German, but do have quite a French touch. But then, they call themselves a “Bistro” and don’t advertise their food as authentic German. Btw, in the (“German”) restaurants here, whoc advertise “authentic German food”, that is everything but authentic.
      Have a wonderful day and give Teddy a warm hug and a scratch behind his ears from me,
      Pit

      • Mr. Pit my Mom delivered a hug and scratch from YOU and I just wanted to thank you!! My Dad and Mom wish there was a German restaurant close by here but there isn’t. There’s one about 40-45 minutes away and they don’t go often.

        Hugs, Teddy

  7. Oh mein Gott, das sieht ja super aus! Ich hätte den Nachtisch bestimmt nicht mehr geschafft und mich schwarz geärgert, weil der sooo lecker aussieht!

    • WEir haben auch lange ueberlegt, ob wir ueberhaupt einen Nachtisch bestellen sollten. Aber dann hat eben der Gaumen uener den Verstand gesiegt. Wir haetten ja auch etwas davon mit nach Hause nehmen koennen, wie Mary es mit dem Hauptgericht getan hat. “To go boxes” sind heirzulande ja Gang und Gaebe.

  8. Da habt Ihr es Euch ja richtig gut gehen lasen. Beim Lesen ist mir das Wasser förmlich im Mund zusammengelaufen.
    LG Jürgen

  9. That appetizer looks like the perfect lunch, actually, but it all looks good. I’m glad you had a good meal for such a special occasion.

    • You’re right, Linda, the appetizer could easily have been a main course. A minor point of criticism there: it was bit more like a pizza than a Flammkuchen.

      • It looked like a pizza to me, but I haven’t a clue what a real Flammkuchen would be, so it didn’t make any difference!

        • When we were at Otto’s 6 years ago, the Flammkuchen had a very thin but firm crust, and they had crumbled goat cheese on top and not melted that. That was better, we think.

  10. Sounds very nice and everything looks so tasty, especially the dessert!

  11. That all looks so good! I’ll be right down!

  12. So very delicious, Pit. What a lovely evening. 🙂

  13. Yum! I could go for every dish here! 🙂

  14. Ich bin sehr froh, dass wir ein leckeres und reichliches Abendessen hatten lol
    Super gut geschrieben und bebildert, lieber Pit!
    Mir hat in den USA nicht gefallen, dass man keine Muße hatte. Vorm Essen saß man in der Bar und nach dem Essen wurde man sogleich wieder dort hin komplimentiert. Einmal nahm ein Kellner mir die Nachspeise praktisch vor der Nase weg, nur weil ich mal eine kurze Essenspause einlegte. Wir waren ausschließlich in guten Restaurants, aber andere Länder, andere Sitten. Verhungert sind wir trotzdem nicht 😉

    • Schoen, liebe Brigitte, dass Dir mein Bericht gefallen hat.
      Mit Deiner Kritik, dass man fast immer keine Musse hat, hast Du Recht. Dass man manchmal vorm Essen an der Bar sitzen muss, das macht mir eigentlich nichts aus, weil man oft ja auf einen freien Tisch warten muss. Aber eben die schnelle Abfolge der Gaenge und die Tatsache, dass oft schon mit dem letzten Gang auch die Rechnung kommt, dass finde ich schon Hetze. Genauso wie die Tatsache, dass – wie auch Dir geschehen – einem oft der leere Teller unter der Nase weggerissen wird, wen man noch am letzten Bissen kaut. Natuerlich moechte ich nicht stundenlang vor einem abgegessenen Teller sitzen, aber hier wird es oft uebertrieben. Bei Otto’s wollte man mir uebrigens das Glas Kirschwasser wegnehmen, obwohl es noch halb voll war. Ich halte dem Kellner aber zugute, dass man das natuerlich schlecht sehen konnte, bei einem klaren Schnaps. Aber trotzdem! Wenn noch etwas auf dem Tel;ler ist, dann haben hier allerdings die Kellner immer gefragt, ob man fertig ist und sie den Teller wegnehmen sollen.

      • Hihi, mein Desserteller war noch nicht leer und der Kellner und ich zogen an jeweils einer Seite des Tellers. Ich hab gesiegt lol
        Mir gefällt hier, dass man so lange sitzen bleiben kann wie man möchte. Man kann sich unterhalten, Getränke nachbestellen, vielleicht auch noch etwas Käse, wenn man Lust hat.

        Aber wie ich schon sagte, jedes Land macht es nach seinen Gepflogenheiten.

        • Ja, es stoert mich auch, dass man hier nicht darauf eingerichtet ist, dass die Gaeste etwas sitzen und sich unterhalten wollen. In vielen Restaurants, sogar in gepflegten, fuehle ich mich oft wie im Schnellimbiss.

  15. Helmut Hartmann

    Unser deutsch-texanischer Restaurantkritiker hat wieder zugeschlagen……
    Seine kritischer Gaumen, die fein geschliffene Wortwahl und die schmackhaften Bilder lassen keinen Zweifel offen. Hier haben wir es mit einem Profie zu tun…..
    Kennt eigentlich Fredericksburg Deinen blog? Otto’s kann sich nun glücklich schätzen und Einige müssen jetzt gut aufpassen, wenn er wieder heißt: “Dinner at……….”
    Einfach klasse Dein “Dinner for two”
    HG Helmut

    • Hallo Helmut,
      nein, Fredericksburg kennt meinen Blog nicht. Aber vielleich tsollte ich Otto’s mal darauf aufmerksam machen, ebenso wie auf die sehr gute Kritik, die ich bei Google hinterlassen habe. Vielleicht bekomme ich das naechste Essen dann ja umsonst. 😀
      Danke fuer Dene anerkennenden Worte.
      Mach’s gut, hab’ einen feinen Sonntag, und lass’ Dich vom Sturm nicht wegblasen,
      Pit

      • Helmut Hartmann

        Danke Pit, wir gehen ganz forsichtig im Wald spazieren. Es hat wieder so einiges umgeweht. Der Wald war gerade von den letzen Schäden bereinigt. Jetzt sieht es teilweise schon wieder recht wüst aus.
        Helmut

  16. Hei Pit,
    ist ja schon komisch, das mit den Pausen und dem Timing zwischen den Gängen ist doch Grundlagenwissen für Kellner. Das so was in den Schnellrestaurants nicht beachtet wird seh ich ja ein, die verkaufen den Tisch ja 3-4 Mal am Abend. Aber bei einem normalen Laden ist es ungewöhnlich. Denn die haben pro Tisch und Abend nur eine Gruppe, mehr ist zeitlich ja kaum möglich. Der Zeit bzw Umsatzdruck fällt dann doch weg ?
    Korrekter Umgang mit dem Wein setze ich in einem etwas besseren Restaurant einfach voraus.
    Leider habe in den Staaten bisher nur 2-3 etwas bessere Lokale besucht. Im Normalfall lande ich bei Denny´s ( oder ähnlich) oder in einem Buffet, speziell in Las Vegas. Bei diesen Lokalen ist mir das mit dem schlechten Timing jedoch nicht aufgefallen. Aber es ist so oder so schön das du im Ort ein paar gute Lokale hast. Das merke ich mir schon mal 🙂
    Hab Spaß,
    Kalle

    • Hi Kalle,
      aber natuerlich ist das mit dem Timing Grundlagenwissen – eigentlich – aber nicht hierzulande. Ich denke, dafuer sind beide, Kellner und Koch, verantwortlich und muessen zusammenarbeiten. Aber das klappt eben nicht. Was auch daran liegn kann, dass hier viel ungelerntes Aushiflspersonal kellnert und kocht. Hier bei Otto’s muss ich zugeben, dass wir allerdings dem Timing “nachgeholfen” haben, indem wir das Hauptgericht erst bestellt haben, als die Vorspeise halb aufgegessen war. So machen wir es fast immer.Gestern habe ich aber noch mal darueber nachgedacht, dass das eigentlich der falsche Weg ist. Man sollte eigentlich Alles zusammen bestellen und dann, sollte das Timing nicht passen, den zweiten Gang zurueck in die Kueche gehen lassen und fuer etwas spaeter frisch zubereitet erwarten. Aber wer kann dann schon pruefen, ob es nicht nur warm gestellt wird. Den Service “frisch neu gekocht” habe ich allerdings vor Kurzem in San Antonio erlebt – in einem Kettenrestaurant uebrigens. Wir hatten Vorspeise und Hauptgerich zusammen bestellt, weil die Kellnerin versicherte, das Timing wuerde klappen. Da hat sich nun eine Vorspeise etwas verzoegert, und dann kam eben das Hauptgericht zu frueh. Sie hat sich entschuldigt und sofort vorgeschlagen, das wieder mitzunehmen und frisch kochen zu lassen. Und als es dann zeitlich passend geliefert wurde, konnte ich am Zustand der Fritten erkennen, dass es wirklich nicht warmgehalten worde war, sondern komplatt neu.
      Also dann: wir testen gemeinsam den Service, wenn wir Dich mal hier begruessen duerfen! 😉
      Mach’s gut, hab’ einen feinen Sonntag, und lass’ Dich vom Sturm nicht wegblasen,
      Pit

  17. Sieht wirklich köstlich aus, lieber Pit. Danke für die schönen Bilder 🙂

Hi, what's your take on this? Let me know. - Hallo, und was meinst Du? Schreib' doch mal.

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s