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RailTrailsRoadTrip – Day 14 [Chief Standing Bear Trail/NE]

OK, let’s continue here:

RailTrailsRoadTrip – Tag 14 [Chief Standing Bear Trail, Nebraska]

OK, dann geht es jetzt hier weiter:

Basically, the Chief Standing Bear Trail was quite similar to the previous one and again led me through a very scenic landscape in gorgeous autumn colours. This trail is named after a chief on the Ponca Tribe and is owned by the tribe, while being maintained by the Homestead Conservation and Trail Association. Some of the rest stops were still under construction [shelters and facilities] as was the trailhead in Beatrice. There, the route of the trail somehow lacked clarity, as the trail split into 2 or 3 spurs and as there was no signage. With a surface of hard-packed finely crushed stone the Chief Standing Bear Trail was as easy to ride as the Blue River Trail, except for the fact that, as mentioned in the previous posting, I could definitely feel the wind being in my face, and also that, for part of the way, it was slightly uphill – a very slight ascent only which I normally wouldn’t have felt at all, but with my legs being somewhat tired at that time decidedly slowed me down, so that I kept longingly looking at the mile markers with their ever lower figures.

Im Grunde war der Chief Standing Bear Trail dem vorherigen sehr ähnlich und führte ebenfalls durch eine landschaftlich wunderschöne, herbstlich gefärbte Landschaft. Dieser Trail ist nach einem Häuptling des Ponca Stammes benannt und er gehört auch diesem Stamm, während die Homestead Conservation and Trail Association ihn unterhalten. Unterwegs an einigen Rastplätzen wurde noch an deren Vervollständigung gearbeitet [Unterstände und Toiletten], ebenso wie am Ende des Weges [Trailhead] in Beatrice. Dort ging übrigens die Übersicht ein wenig verloren, da der Weg sich in mehrere Arme aufspaltete und eine Beschilderung (noch) fehlte. Mit seinem Belag von stark verdichtetem feinen Schotter ließ sich auch der Chief Standing Bear Trail sehr gut fahren, bis darauf, dass ich eben, wie oben erwähnt, etwas deutlicher den Gegenwind spürte und es an manchen Stellen auch etwas bergauf ging – nur ganz leicht zwar, mit einer Steigung, die mir normalerweise so gut wie gar nicht aufgefallen wäre, aber da meine Beine zu dem Zeitpunkt doch schon etwas müde waren, hat mich das deutlich verlangsamt und ich habe sehnsüchtig auf die immer geringer werdenden Zahlen auf den Meilenmarkern gewartet.

Let me add some more information about the trail, Chief Standing Bear and the Poncas:

Chief Standing Bear [c. 1829 – 1908] was, together with his Poncas, relocated from their native territory in Nebraska to Oklahoma [a march of about 475 miles], where about one third of the tribe, including Standing Bear’s son, died of illnesses and starvation, partly because the US government didn’t provide them with the promised food, seeds and tools for them to farm with. Chief Standing Bear wanted to follow tradition and bury his son on the (former) tribal territory and thus, together with 30 other members of the tribe, marched all the way back to Nebraska. The present-day Chief Standing Bear Trail is but a very short part of this route, but there are efforts under way to get national recognition for this whole way. Upon arrival in their former territory, Chief Standing Bear and his companions were arrested and detained in Fort Omaha, where they were helped by Brigadier General George Cook, who originally had, on orders of the government, arrested them, and by others. After a very short trial Chief Standing Bear was acquitted, when the judge held that the federal government had failed to show a basis under law for the Poncas’ arrest and captivity. He and his fellow tribesmen were immediately set free and granted the permission to re-settle in Nebraska. This trial, btw, made Chief Standing Bear the first Indian to be recognized as a “person” under the law.

Hier noch etwas zusätzliche Information über den Namen des Weges, Chief Standing Bear und die Poncas:

Chief Standing Bear [ca. 1829 – 1908] wurde, zusammen mit seinen Poncas, im Jahre 1877 zwangsweise von ihren Stammesgebiet in Nebraska nach Oklahoma umgesiedelt [ein Marsch von ca. 760 Kilometern], wo ein Drittel der Stammesmitglieder, darunter auch Standing Bears Sohn, an Hunger und Krankheiten zugrunde gingen, u.A. da die amerikanische Regierung die versprochenen Lebensmittel, Saatgut und Werkzeuge nicht lieferte. Chief Standing Bear wollte, der Tradition entsprechend, seinen  Sohn auf dem (ehemaligen) Stammesgebiet begraben und machte sich, zusammen mit 30 anderen, auf den Marsch zurück. Der jetzige Chief Standing Bear Trail ist nur ein sehr kleiner Teil dieser Strecke, aber Bemühungen bestehen, dem gesamten Weg nationale Anerkennung zu verschaffen. Im ehemaligen Stammesgebiet angekommen, wurden er und seine Begleiter verhaftet und in Fort Omaha interniert. Hilfe bekamen sie dort von Brigadegeneral George Crook, der sie ursprünglich auf Regierungsanweisung festgesetzt hatte, und von anderen, und nach einem sehr kurzen Prozess bekam Chief Standing Bear Recht, indem der Richter feststellte, die Regierung habe keinen rechtlich haltbaren Grund für seine Verhaftung aufgeführt, worauf er und seine Begleiter umgehend freigelassen wurde und die Erlaubnis bekamen, wieder in Nebraska zu siedeln. Er war damit übrigens der erste Indianer, der von einem amerikanischen Gericht überhaupt als Person anerkannt wurde.

But now the pictures:

Aber jetzt zu den Bildern:

As said before, the last few miles did tax me some and I was happy when I arrived at the trailhead in Beatrice. But it wasn’t quite the end, as once again I had some difficulties to find Mary and the car. She was waiting at the Veterans’ Memorial [from where she had bicycled a few more miles] in Beatrice, and I was too stupid to find that on my cell phone with the help of GoogleMaps! So I decided to go to our motel on my bicycle and went on my way through town. On the way there, at a short break, Mary picked me up so that I – even if I would have had the short remaining distance in my legs – could give in to my innate laziness and go the remaining 0.9 miles by car.

Wie gesagt, die letzten Meilen sind mir doch recht schwer gefallen und ich war froh, als ich endlich am Ende des Radwegs in Beatrice ankam. Aber so ganz zu Ende war es noch nicht, da ich einmal mehr Schwierigkeiten hatte, Mary zu treffen. Sie wartete Veterans’ Memorial [von wo aus sie noch ein paar Meilen geradelt war] in Beatrice auf mich, und ich war zu dumm, das auf meinem Handy mit Google Maps zu finden! Also habe ich mich entschlossen, bis zum Motel zu radeln und habe mich einfach weiter stadteinwärts auf den Weg gemacht. Auf dem Weg zum Motel, bei einer kurzen Pause, hat sie mich dann aufgegabelt, so dass ich – obwohl ich die kurze verbleibende Strecke noch in den Beinen gehabt hätte – doch meiner angeborenen Faulheit nachgeben und die knapp eine Meile im Auto zurücklegen konnte.  

After showering and a short rest we decided to do something different for supper: we got it – admittedly it was fast food – at Kentucky Fried Chicken, and then drove to Chautauqua Park and ate the food there, in the pavilion, enjoying a wonderful evening atmosphere.

Nach Dusche und einer kurzen Ruhepause auf unserem Zimmer haben wir uns dann entschlossen, das Abendessen einmal auf eine etwas andere Art zu genießen: wir haben es uns – zugegeben, es ist Fast Food – bei Kentucky Fried Chicken gekauft und sind dann in den Chautauqua Park gefahren und haben es dort im Pavillon bei einer recht schönen Abendstimmung gegessen.

After our supper we drove around some more in Beatrice, exploring inner-city bicycle paths, and then spend a comfortable evening in our room, watching an episode of NCIS and the football game of the Arizona Falcons vs. the Seattle Seahawks – both, the show as well as the game [3:3 after regular time], quite weak. Nevertheless: it had been a fantastic day. For Mary the mile-count was 16.6 [10.4 in Kansas so that she had enough there for her goal of at least 10 miles in every state, and already 6.2 on the “Nebraska clock”]. I had a total of 36 miles, making it my longest ride so far on this tour. And, I must say, the most beautiful as well.

Wir sind dann noch ein wenig in Beatrice herumgefahren, um innerstädtische Radwege zu erkunden, und haben danach einem gemütlichen Abend auf unserem Zimmer verbracht, bei einer Folge NCIS und dem Footballspiel der Arizona Falcons gegen die Seattle Seahawks – beides recht schwach, sowohl NCIS als auch das Spiel. Trotzdem: es war ein ganz fantastischer Tag. Für Mary waren es insgesamt 16,6 Meilen [10,4 davon in Kansas, so dass sie ihr Ziel von mindestens 10 dort erreicht hatte, plus schon einen “Vorschuss” von 6,2 auf Nebraska], und für mich waren es 57,95 Kilometer – meine bisher weiteste Strecke auf dieser Tour. Und ich würde sagen, auch die schönste.

32 responses to “RailTrailsRoadTrip – Day 14 [Chief Standing Bear Trail/NE]

  1. Gorgeous autumnal colors. Especially beautiful on a cool winter evening. 😉

  2. So you had a good workout.

  3. Lieber Pit, wieder einmal mehr ein interessanter Streckenabschnitt und sehr schöne Bilder. Ich reise gerne mit. Liebe Geüße und eine schöne Woche, Dagmar

    • Freut mich, liebe Dagmar, dass Dir auch dieser Bericht wieder gefaellt und dass Du gerne mitreist. So langsam naehert sich die Beschreibung dieses Urlaubs aber dem Ende. Es sind nur noch zwei Radeltage, ueber die es zu berichten gilt, und die zwei Tage der Rueckreise nach Hause.
      Auch die eine schoene Woche und liebe Grusse,
      Pit

  4. Wieder ein ausführlicher Bericht mit schönen Fotos. Dankeschön! Beim Rad fahren die schöne Landschaft entdecken ist doch immer wieder ein Erlebnis, finde ich jedenfalls. Wir freuen uns auch schon auf unsere erste größere Radtour des Jahres. Erfahrungsgemäß findet die meistens im März statt, wenn es etwas wärmer wird und wir machen da immer ein- und dieselbe Tour – jedes Frühjahr! Rund 40 Kilometer sind das. Genau die richtige Distanz, um wieder in Schwung zu kommen. Die Muskeln sind kein Problem, aber das Sitzfleisch. Jedes Jahr dasselbe! LG, Sigrid

    • Hallo Sigrid,
      schoen, dass Dir auch dieser Bericht wieder gefaellt. Es ist war: auf dem Rad kann man die Gegend so wunderbar geniessen!
      Dass es in Deutschland jetzt weniger empfehlenswert ist, auf dem Rad unterwegs zu sein, das kenne ich noch von frueher. Hier ist das ganz anders. Heute z.B. ist strahlender Sonnenschein, und es wird wohl knapp 25 Grad. Da sollte ich eigentlich unbedingt mal raus. Ich bin naemlich faul geworden. Fuer mich ist es uebrigens nicht nur das Sitzfleisch, sondern es sind auch die Beine. Die muessen auch in Uebung bleiben.
      Ich wuensche Dir eine schoene Woche,
      Pit

  5. Beautiful photos. I believe a 36 mile bike ride is enough for anyone and don’t think you should be called “lazy” for a .9 mile lift.

  6. A very nice-looking area, and an interesting post. I enjoyed learning about Chief Standing Bear. I wonder if the Chautauqua park was named after the cottage community in New York (a summer village for culture and music)

  7. The trail continuation was beautiful as well!

    And I have had many a KFC picnic – I think it was a great way to end the day!

  8. Beautiful captures. What a cycling adventure, congratulations, Pit!
    Thank you for the historical info, I am not familiar with this part of the dark history.

    • Hello Amy,
      I’m glad you like the pictures. Some of these here, as well as some on the previous trail, are among the best I have taken. If that self-praise will be permitted. I’m trying to find out if I can get them printed in a fairly large format somewhere.
      I’m glad, too, that you appreciate the historical info. I was quite surprised that an Indian tribe owns a rail trail!
      Have a great time,
      Pit

  9. I’ve never heard about Standing Bear and the Poncas. That story should be better known. You’ve done your part.

    • As I said to Amy, I was quite surprised that an Indian tribe owns a rail trail. And I had never heard of the Poncas before, either. Such a trek I always associated with the Cherokee Trail of Tears. That’s what we used to have in our English textbooks in Germany when, for one whole school year, the subject was the United States.

  10. Wunderschöne Bilder vom Park ja die Beine wollen bei mir auch nicht mehr so von der Chemo sind meine Nerven geschädigt und schmerzen.Ich wünsche dir ein schönes Wochenende liebe Grüße von mir Gislinde

    • Freut mich sehr, liebe Gislinde, dass Dir meine Bilder gefallen. Es tut mir leid, dass Deine Beine nicht mehr so wollen, und dass Du solche Schmerzen hast. Ich bin immer wieder froh und dankbar, wieviel ich noch kann. Nocvh sind laengere Strecken auf dem Rad normalerweise kein Problem, und ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt.
      Ich wuensche Dir ein schoenes Wochenende und alles Gute,
      Pit

  11. Pingback: RailTrailsRoadTrip – Day 16 [Homestead Trail/NE] | Pit's Fritztown News

  12. Pingback: Blue River Trail [Kansas]: Rocky Run Creek Covered Bridge | Pit's Bilderbuch

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