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RailTrailsRoadTrip – Day 6 [Along the Mississippi on Illinois 100 ]

This morning we woke up at around 7:30, and after refreshing myself and dressing I went downstairs for breakfast before Mary. Well, to tell the truth, it was just some coffee first, in a modern and not very homey but absolutely clean breakfast room:

RailTrailsRoadTrip – Tag 6 [Auf Staatsstraße Illinois 100 am Mississippi entlang]

An diesem Morgen sind wir dann gegen halb 8 aufgewacht, und nachdem ich mich etwas frisch gemacht und angezogen hatte, bin ich schon vor Mary runter zum Frühstück, genauer gesagt erst einmal zu einem Kaffee in einem modernen und nicht sehr anheimeligen aber sauberen Frühstücksraum:

After breakfast we went up to our room again, where I lay down and went back to sleep again. I don’t really know why, but that morning I didn’t feel like going out at all. Some kind of the blues, I think. Maybe it was from having been on the road long the previous day. And also just travelling – not being in my familiar surroundings. That morning I was wondering if that might be the beginning of senile inflexibility – not wanting (too much) change. But let me give you the all-clear: it was only that morning and after that I enjoyed every single day of our trip! Luckily Mary took that in her stride and wasn’t (too) upset with me but took some rest herself.

Nach dem Frühstück bin ich dann wieder rauf auf unser Zimmer gegangen, wo ich mich hingelegt habe und wieder eingeschlafen bin. Ich weiß nicht genau warum, aber an diesem Morgen habe ich mich nicht danach gefühlt, überhaupt aus dem Motel zu gehen. Irgendwie habe ich Trübsal geblasen. Vielleicht war es die lange Strecke im Auto am Vortag. Und auch einfach das Reisen generell – nicht in der gewohnten Umgebung zu sein. An diesem Morgen habe ich mich gefragt, ob sich da ein gewisser Altersstarrsinn zeigt – einfach nicht mehr viel Wechsel zu tolerieren. Aber ich kann Entwarnung geben: es war nur an diesem Morgen so und danach habe ich jeden einzelnen Tag unserer Reise so richtig genossen! Zum Glück hat Mary meine missmutige Stimmung locker genommen und war nicht (zu) verärgert darüber, sondern hat die Gelegenheit genutzt, sich selber etwas mehr auszuruhen.

At around 2PM I finally came out of my somewhat blue mood and we decided to go and drive around some, first to explore a trail we had wanted to do that morning, a trail that ran quite close past our motel, the Madison County Transit Schoolhouse Trail [more about that in my account of the next day]. And after that we went onto Illinois 100, a wonderful road along the Mississippi, which had been recommended us the day before by that guy from Collinsville we met at breakfast in Hot Springs. He had mentioned that this road between Alton and Grafton, between the bluffs and the Mississippi, was a fantastically scenic road. And it certainly was.

Gegen 2 Uhr nachmittags bin ich dann so langsam aus meiner miesepetrigen Stimmung erwacht und wir haben uns entschlossen, etwas in der gegen herumzufahren, zuerst um einen Radweg ganz in der Nähe unseres Motels zu erkunden, einen Radweg, den wir eigentlich an diesem Morgen geradelt sein wollten, nämlich den Madison County Transit Schoolhouse Trail [mehr dazu in meinem Bericht vom nächsten Tag]. Danach sind wir dann auf die Staatsstraße 100 gefahren, eine landschaftlich ganz wunderbare Straße am Mississippi entlang, eine Straße, die uns am Vortag beim Frühstück in Hot Springs von einem aus Collinsville stammenden Hotelgast empfohlen worden war. Er hatte uns erzählt, dass diese Straße auf dem Abschnitt zwischen Alton und Grafton, zwischen dem Mississippi auf der einen und den Steilhängen auf der anderen Seite landschaftlich überaus reizvoll sei. Und das war sie auch wirklich.

But before getting there, we passed the Lewis and Clark Confluence Tower [180 feet in height] in Hartford/IL, which overlooks the junction of the Mississippi and the Missouri and is close to the spot where the Lewis-and-Clark expedition had their winter camp before continuing their exploration up the Missouri. We took a trip to the top in the elevator in one of the two pillars of the tower [the other has a staircase and is used for emergency only] and were rewarded with terrific views: as far as downtown St. Louis with its skyline and the Arch, the Missouri winding its way to the west, and to the East the Cahokia Mounds:

Aber ehe wir da angelangt waren kamen wir noch am Lewis and Clark Confluence Tower [60 Meter hoch] vorbei, der die Einmündung des Missouri in den Mississippi markiert, ganz nahe der Stelle, an denen die Lewis-und-Clark Expedition ihr Wintercamp aufgeschlagen hat, bevor sie ihre Erkundung weiter den Missouri hinauf fortgesetzt hat. Wir sind mit dem Aufzug in einem der beiden Turmhälften [die andere hat eine Treppe und wird nur im Notfall benutzt] bis auf die oberste Aussichtsplattform gefahren und wurden mit einer ganz fantastischen Aussicht belohnt: der Blick reichte bis zur Innenstadt von St. Louis mit dem Gateway Arch, über den von Westen heranfließenden  Missouri, und im Osten auf die Cahokia Mounds:

The Cahokia Mounds are human-made earth mounds on the site of a pre-Columbian Native American City. This was the largest and most influential urban settlement of the Mississippian culture and had, at its peak in the 13th century, an estimated population of 40,000. Today, Cahokia Mounds is considered the largest and most complex archaeological site north of the great pre-Columbian cities in Mexico.

Diese Cahokia Mounds sind von Menschen aufgeschüttete Erdhügel an der Stelle einer prä-kolumbianischen Stadt der amerikanischen Ureinwohner. Es war dies die größte und einflussreichste städtische Siedlung der Mississippi-Kultur und sie hatte zu ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert eine Bevölkerung von vermutlich 40.000 Menschen. Heute gelten die Cahokia Mounds als die ausgedehntesten und komplexesten archäologische Stätte nördlich der großen prä-kolumbianischen Städte in Mexiko.

After that we went on on Illinois 100 to Alton/Il and from there on a wonderfully scenic route between the Mississippi and the bluffs to Grafton, a route that rewarded us with fascinating vistas:

Danach sind wir dann weiter auf der Staatsstraße 100 nach Alton gefahren und von da auf einer landschaftlich großartigen Route zwischen dem Mississippi und den Kliffs nach Grafton, auf einer Route, die uns mit ganz fantastischen Aussichten belohnt hat:

On our way back we took a detour and crossed the Mississippi in Alton, on the Clark Bridge, to Alton West/Il, to get a view from the Missouri-side, and then we went on to see the Melvin Price Locks and Dam just south of Alton – quite a construction:

Auf dem Rückweg haben wir dann einen kleinen Umweg gemacht und haben in Alton den Mississippi auf der Clark-Brücke überquert, damit wir auch einen Blick von der Missouri-Seite, von West-Alton aus, bekämen, und anschliessend haben wir uns die Melvin Price Schleusen und den dazugehörigen Damm angesehen: ein ganz imposantes Bauwerk:

After having looked around there for a while we drove back to our motel and then, after a short rest, went to the Golden Corral a second time in a row for supper, before spending a relaxing evening in our room at the motel, with Mary watching some football and me going to bed really early, at 8PM! So it had been a successful day after all, after a rocky beginning, and we were looking forward to some good bicycling the next day.

Nachdem wir uns dort eine Weile umgeschaut hatten, ging es dann wieder zurück zum Motel, und, nach einer kurzen Erholungspause, zum Abendessen wieder in dasselbe Restaurant wie am Vorabend, ins Golden Corral, bevor wir einen ruhigen Abend im Motel verbracht haben, Mary mit American Football im Fernsehen, und ich mit einer frühen [8 Uhr abends!] Nachtruhe. Und so war es dann, nach dem etwas schlechten Start, immer noch ein erfolgreicher Tag, und wir waren schon gespannt auf den nächsten, der dann wirklich wieder ein Radtag werden sollte.

53 responses to “RailTrailsRoadTrip – Day 6 [Along the Mississippi on Illinois 100 ]

  1. Perhaps you weren’t “blue.” Maybe you just needed a rest. What a schedule!

    • I’m certain it was just that: being kind of overwhelmed, bodily – and to some extent mentally, too. Just for that reason we had planned to not go on every day, but to stay for a few days in most places, so that we could have a “day off at any time. Still, more than 3,000 miles in 18 days was a lot, but this country is so big!

  2. So much to see in that huge country!

  3. Hi Pit, das ist ja eine sehr interessante Reise, die ihr da gemacht habe. Werde ab jetzt hoffentlich wieder Zeit zum Mitlesen haben. Liebe Grüße, Leonie

    • Hallo Leonie,
      es war wirklich eine sehr interessante Reise. Eigentlich hatten wir so etwas ja schon seit Jahren vorgehabt, aber nie realisiert, weil wir immer nur eine “große” Reise pro Jahr machen (wollen). So ist denn in diesem Jahr die Deutschlandreise flach gefallen. Aber vielleicht ändern wir unsere Gewohnheit ja auch, denn es war so prima, dass wir das unbedingt wiederholen wollen. Dafür brauchen wir dann aber noch mehr Zeit, denn trotz mehr als 5.000 Kilometern und 18 Tagen auf Achse sind wir ja mal gerade eben bis in den Mittleren Weste gekommen, nur etwa 300 Kilometer über den geographischen Mittelpunkt der USA hinaus nach Norden. Dieses Land ist eben riesig! Nach Neu-England z.B. [immer noch auf unserer Liste für Reiseziele] wären es ca. 3,500 Kilometer [eine! Strecke]. Na ja, das vielleicht dann doch eher per Flieger.
      Es freut mich sehr, dass Du wieder heil und gesund zuhause bist und dann auch meinen Reiseberichten wieder folgen bzw. sie von Anfang an lesen kannst. Und keine Hetze: es dauert relativ lange, bis ich einen fertiggestellt habe. U.A. liegt das an der Zweisprachigkeit meines Blogs. Auch wenn mir das Englische ganz flott von der Hand geht: es muss ja schließlich getippt werden. Und das dauert. Plus Bildbearbeitung.
      Ich bin dann auch schon sehr gespannt, Deine Reiseberichte lesen zu können. So haben wir dann beide Lesestoff genug! 😉
      Liebe Grüße, und hab’ eine feine Adventszeit,
      Pit

      • Danke lieber Pit. Ja, die Staaten sind ein riesiges Land und auch Südamerika ist nicht gerade klein. So hab n wir viel zu berichten. Werde alles lesen und selber natürlich auch schreiben. Wahrscheinlich startet der Blog übermorgen mit der Rost Parade und dem Eisenbahnfriedhof von Uyuni, Bolivien. Liebe Grüße, Leonie

  4. Das war sicher eine tolle Tour. Super Fotos. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag. L.G.

    • Das war es, lieber Lutz! Freut mich, dass Dir die Fotos gefallen haben. Es war aber wirklichauch ein sehenswertes Stueck von Illinois.
      Auch Dir einen feinen (Rest)sonntag und eine schoene Adventszeit,
      Pit

  5. I’ve had days like that when nothing seems appealing – it probably is just your body telling you to take a rest! You did a huge journey so you deserved it. And the pictures show an interesting day at the end of it all.

    • I think you’re right, Anabel. Like I said to Anneli above, it was possibily just body and mind needing a rest after a long day on the road. And we had always taken such a day [or days, even] ito account when planning that trip. And, as it turned out, it was half a day only after all, and still a great afternoon.

  6. Loved the photos. Very interesting information about the Cahokia Mounds.

    • Glad you liked the phots. As to the information about the Cahokia Mounds: I didn’t really know how much to write. So, finally, it was just some basic info plus the link to wikipedia.
      Originally, before we went on that trip, we had planned to visit this site, and that was one reason for staying in Collinsville. But then. especially after losing half a day, we decided not to, impressive as they are, though.

  7. Hallo Pit, schön das du dich durch zusätzlichen Schlaf wieder erholt hast und es dann wieder langsam weiter ging. Das du unter die Bilder noch einmal Text schreibst finde ich sehr hilfreich. Du machst das toll!
    VG von Ulla

    • Hallo Ulla,
      ja, manchmal braucht man eben nur etwas (mehr) Ruhe. Ein wenig Erlaeuterung zu den Bildern gebe ich immer, in Form einer Bildunterschrift. Und manchmal schreibe ich auch etwas mehr in der Bildbeschreibung, die allerdings nur in dann sichtbar wird, wenn man das Bild anklickt. In solchen Faellen weise ich aber immer darauf hin, dass es beim Bild noch mehr Informationen gibt. Ein weitere Vorteil des Anklickens ist uebrigens, dass man es dann in voller Aufloesung sehen kann, und – fuer Fotografen – auch die Kameradaten einsehen.
      Danke fuer’s Lob, und mach’s gut,
      Pit

  8. Wunderschön lieber Gruß und einen schönen Tag Gislinde

  9. Have enjoyed following along on your rail/trail adventure, seeing much of the middle of our country that I have yet to see In such a great up close and personal way!

    • I’m glad you enjoyed my posts about that trip, and hope you’ll enjoy the upcoming ones, too. It’s a wonderful country, isn’t it? But such a big one!

  10. We all have our funny ways, Pit, whether travelling or not. 🙂 Some beautiful scenery there! I always have coffee as soon as I’m up but breakfast can always wait.

    • Glad you like the scenery. We sure saw some gorgeous sights.
      Coffee is first thing in the morning for me, too, wih food sometimes 2 or even 3 hours after getting up.

  11. Wow, these are beautiful scenic road shots! This hotel looks nice. I like the hotel provides breakfast. 🙂
    So much I enjoy travel, occasionally, I get tired, mentally.

    • We were glad we had met that guy from Collinsville at our B&B in Hot Springs and for his advice. Otherwise we wouldn’t have known about this scenic road. I
      I’d really love to go back there and bicycle this road. And others. Illinois and Missouri are full of wonderful bicycle paths.
      Tha motel was very good, I think. Quite modern, and with a good breakfast. I must admit, though, that we liked the 2 B&Bs we stayed at [in Hot Springs and Hermann] better: an absolutely fantastic ambience in both.

  12. Lieber Pit, solche Miesepetratage kenne ich in den Ferien auch, die halten aber auch bei mir nie länger als einen Tag-
    feine Bilder, feine Tour!
    liebe Grüsse
    Ulli

    • Hallo Ulli,
      solche Miesepetertage kommen einfach ab und zu vor, wie Du schon sagst. Dieses Mal lag es wohl an der langen Reise am Tag vorher. Ist aber ja schnell vorbeigegangen, Und wir hatten extra viel Zeit jeweils an den (meisten) Zielorten eingeplant, eben genau für den Fall, dass wir etwas Ruhe gebrauchen könnten.
      Schön, dass Dir die Bilder und die Tour gefallen.
      Liebe Grüße,
      Pit

      • Ich folge euch gerne, so lerne ich ein kleines bisschen die USA kennen, schliesslich war ich noch nie dort und ob ich das je schaffe, das wird sich weisen. Also reise ich eben ersteinmal mit euch.
        liebe Grüsse
        Ulli

        • Vielleicht – man weiß es ja nie – schaffst Du es ja auch mal in die USA! Und sollte es Dich einmal ins südliche Texas verschlagen: äestezimmer ist vorhanden, und die Reiseführer spielen meine Faru und ich auch immer gerne.
          Apropos Reiseblogs: denen folge ich auch sehr gern, und reise so virtuell.
          Hab’s fein,
          Pit

  13. Hallo Pit,
    dafür, dass ihr relativ spät gestartet seid, war ihr noch ganz schön aktiv an diesem Tag. Ich denke, so ein “Hänger” ist ganz normal zwischendurch und ich finds gut, hast du ihn einfach als solchen genommen und habt ihr euren Tag spontan entsprechend umgestellt.
    Der Frühstücksraum sieht wirklich nicht sehr anheimelig aus.
    Ach so, was ich noch sagen wollte… Hab ich das recht verstanden, dass man an einer Stelle, wo früher mal konzentriertes Leben war, alles einfach zugeschüttet hat, so dass ein kleiner Berg entstand (Cahokia Mounds)?
    Festtags-Grüße aus der Schweiz nach Texas

    • Hallo Marion,
      wir hatten immer damit gerechnet, dass einmal ein solcher “down day” eintreten könnte, und entsprechend Zeit eingeplant. Natärlich hätten wir während dieses Morgens etwas unternommen, wenn es mir besser gegangen wäre, aber so war es eben auch kein Beinbruch, wie man so sagt. Und zum Glück war es ja auch nur ein halber Tag, mit einer wirklich schönen zweiten Hälfte.
      Ich denke, meine Erklärung zu den Cahokia Mounds war dann wohl etwas missverständlich. Diese Hügel sind von den damaligen Ureinwohnern ab dem 9. Jahrhundert aufgeschüttet worden, und darauf waren wohl Kultstätten. Und sie sind riesig. Schau Dir mal dieses Bild hier [http://tinyurl.com/j99okf7] an.
      Auch Dir weihnachtliche Grüße, z.Zt. aus Denver,
      Pit

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