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Well-Drawn Beer

That’s what a well-drawn beer [Pilsener] should look like:

Gut gezapftes Bier

So sollte ein gut gezapftes Bier [Pils] aussehen:

beer

A Well-Drawn Bitburger Pils

The secret of drawing a good Pilsener: first and foremost, take your time. Anything under five minutes to draw a Pilsener will absolutely not do. And more will even be better, provided you can in between cool the beer in the glass. What else? Start with a well-cooled glass, at best from the freezer, and really cold beer. Pour, creating a lot of foam, till the foam nearly flows over. Put the glass back in the freezer to let the head settle and harden. After 3 to 5 minutes, take the glass out of the freezer and pour more beer, creating as much more foam as you can. Put the glass back in the freezer. Repeat this process untill the glass is full, and the head has risen higher than the rim of the glass. If the foam runs down the glass, you have not done this process properly. The only way to improve on this is using draught beer, not from the bottle.

Das Geheimnis eines gut gezapften Pils’: zuerst und vor Allem, nimm’ Dir Zeit! Alles unter fünf Minuten, um ein Pils zu zapfen, geht absolut nicht. Und mehr ist besser, wenn man die Gelegenheit hat, das Bier im Glas zwischendurch zu kühlen. Was sonst noch? Man fängt mit einem gut gekühlten Glas an, am besten aus dem Gefrierschrank, und einem ebenfalls gut gekühlten Bier. Man schüttet das Bier ein und versucht, möglichst viel Schaum zu erzeugen. Dann stellt man das Glas für mindestens 3 bis 5 Minuten zurück in den Gefrierschrank, damit der Schaum sich setzen und härten kann. Nach dieser Zeit nimmt man das Glas wieder heraus, schüttet erneut Bier ein und versucht dabei wieder, so viel Schaum wie möglich zu produzieren. Danach kommt das Glas wieder zurück in den Gefrierschrank. Diesen Prozess wiederholt man, bis das Glas voll ist und die volle und feste Blume weit über den Rand des Glases hinausragt. Wenn der Schaum am Außenrand des Glases hinunterläuft, ist das ein Zeichen dafür, dass man falsch gezapft hat. Der einzige Weg, diesen Prozeß  noch zu verbessern, ist, das Bier vom Fass zu zapfen und es nicht aus der Flasche einzugießen.

Unfortunately most landlords in Germany don’t care for this way of drawing a Pilsener since they want to serve their thirsty customers as quickly as possible. The only restaurant I’ve seen this process followed to perfection was Franzen, near the theatre in Krefeld/Germany. There it took up to 20 minutes to draw a Pilsener. You could watch your glass as they had an open cooling-coil behind the bar where they put the glasses in between the pourings. It was a sight to behold, that frosted-over open serpentine cooler. Unfortunately, this restaurant doesn’t exist any more.

Leider haben die meisten Wirte in Deutschland kein Interesse an dieser Art, ein Pils zu zapfen, sondern sie wollen das Bier nur so schnell wir möglich ihren durstigen Gästen servieren. Das einzige Lokal, in dem ich diese Art, ein Bier zu zapfen, bis zur Perfektion “zelebriert” – anders kann ich es nicht nennen – gesehen habe, war das Restaurant Franzen in der Nähe des Stadttheaters in Krefeld. Da dauerte es bis zu 20 Minuten, ehe man sein Pils bekam. Während dieser Zeit konnte man sein Glas beobachten, denn sie hatten da eine offene Kühlschlange hinter der Theke. In diese Kühlschlange wurde das Glas zwischen den Zapfvorgängen gestellt. Es war ein ganz ungewöhnlich fantastischer Anblick, diese offene reifüberzogene Kühlschlange mit all den Gläsern darin. Bedauerlicherweise existiert dieses Restaurant nicht mehr.

20 responses to “Well-Drawn Beer

  1. Ja, so sollte es sein. Passiert aber anscheinend in den wenigsten Lokalen…..jedenfalls meiner bescheidenen Kenntnis nach. Liebe Grüße, Leonie

    • Hallo Leonie,
      ich habe es noch nie irgendwo gesehen, außer in dem beschriebenen Lokal in Krefeld. Aber Dina hier hat’s wohl schon anderswo gesehen.
      Hab’s fein in Aalborg,
      Pit

  2. Mir der angekündigten Hitzewelle in Deutschland wäre das richtige Getränk jetzt. 😉
    Ich trinke Pilsener, nie Kölsch, in Düsseldorf gerne mal eine Alt. In Düsseldorf und Köln habe ich die Zapfweise, die du beschreibst,kennengelernt. Die Böhmischen Kneipen (“Pilsener Urquell?) servieren ihr Pilsener Urquell und Budweiser so. Fleku gibt es auch, und Becherovka. Und lauwarmes Laugenbrot mit Salzkruste und Kümmel.
    Prost, cheers und Skål! 🙂

    • Hallo Dina,
      also Kölsch ist auch nicht gerade mein bevorzugtes Bier. Ebenso wie Du bevorzuge ich Pils. Alt habe ich früher – in Krefeld – relativ häufig getrunken. Gerne auch als “Alt-Schuss” [mit einem Schuss dunklem Malzbier drin]. Das heißt in Duesseldorf übrigens “Krefelder”!
      Die Zapfweise habe ich übrigens, außer in dem von mir genannten Lokal, sonst noch nirgendwo gesehen.
      Hab’s fein,
      Pit

  3. Now I’m thirsty! Prost, or as we say, slainte!

  4. If it tastes as good as it looks…! 🙂

  5. Wooow, I had no idea… I don’t drink beer, but I like the photo. 🙂

  6. Pit. So wie du das zapfen beschreibst wäre es für uns hier unvorstellbar. Du hast recht, früher dauerte ein gutes Pils 7 Minuten. Das ist heute nicht mehr erforderlich. Früher arbeiteten die Wirte mit Bierleitungen von 10mm. Querschnitt. Die gibt es heute nicht mehr . Heute arbeitet man mit 7mm. Leitungen. Da ist das Bier in dreimal Zapfen fertig. Die richtige Temperatur für ein Bier beträgt 6 – 8 Grad. Biergläser dürfen hier auch nicht in den Kühlschrank und schon garnicht in eine Spülmaschine. Spülmittel zerstört die Schaumbildung. Es gibt mittlerweile Spülmittel auf Naturbasis die den Schaum nicht beeinträchtigen. Wenn du Bier ins Gefrierfach stellst, zerstößt du die Hefe im Bier. Aber bei euch ist das etwas anders. Ich glaube die amerikanische Brauart ist eine Ändere. L.G.

    • Hallo Lutz,
      und wie kriegt man die Blume fein oben aus dem Glas raus und haltbar, wenn man schnell zapft und nicht zwischendurch kühlt?
      Biergläser habe ich auch nie in die Spülmaschine gestellt, aber mehr aus Angst ums Glas. Auch beim Spülen von Hand muss man ja aufpassen, dass keine Spplmittelreste am Glas zurückbleiben, eben weil sie den Schaum kaputt machen.
      Das Bier muss ich hier nach dem Einschütten schon ins Gefrierfach stellen, sonst ist die Blume in nullkommanix weg. Kühlschrank reicht da nicht. Und Zimmertemperatur erst recht nicht. Ich glaube nicht, dass die insgesamt 5 bis 6 Minuten, die das Bier im Gefrierschrank zugebracht hat, die Hefe kaputt gemacht haben. Und überhaupt: braucht’s die Hefe wirklich noch, wenn das Bier einmal eingeschenkt ist.
      Das Bier war übrigens ein aus Deutschland importiertes Bitburger. Ob man hier anders braut? Andere Ingredienzen bestimmt. Und Reinheitsgebot? Da glaube ich eher an Fehlanzeige. Aber es gibt durchaus hiesige Biere, die trinkbar sind. Bloß nicht von der großen Brauereien. Deren Bier, sage ich immer, kann man wirklich nur so eiskalt trinken, wie die Amerikaner es lieben, weil man dann die Geschmacksnerven betäubt. 😉
      Hab’ eine feine Woche,
      Pit

  7. I am impressed by your ability to wait that long for a drink! I would be chomping at the bit after just a few minutes!

  8. Ich bin ein Bierblumen-Banause und bitte bei Bestellungen ein Bier ohne Schaum zu bringen. Da ich gerne alkoholfeies Bier trinke und dieses in Flaschen offeriert wird, kann ich es mir selber langsam über die Glaswand rinnend, schaumfrei, einschenken, Prost! 🙂
    So verschieden sind die Geschmäcker.

    • Hallo Uta,
      wie schon der Alte Fritz sagte, “Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.” Ich muss zugeben: so wie ich es hier beschrieben habe, zapfe ich mein Bier laengst nicht immer.
      Hab’s fein,
      Pit

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