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Hospital Shocker

Well, it wasn’t because of what they did to me, nor because of the results, it was … the bill I received. About two weeks ago I needed some bloodworks done, and first, as I had another appointment, for an ultrasound of my thyroid, in Boerne, about 40 miles down the road San Antonio way, I tried to get tyhat done there. But unfortunately I hadn’t realized that I had needed to be fasting before. So they sent me back and the next day, now after fasting, I decided not to take that drive again but simply have my blood taken and analyzed at the local hospital [Hill Country Memorial Hospital]. No problem with that, they drew enough for 4 vials. But imagine my shock, when a few days later I got their bill: $ 1,239.50! That was for something I would have been able to get at any independent laboratory like that I had first been at in Boerne, for less than $ 500, and for less than € 300 in Germany.

Krankenhaus Schocker

Nein, es war nicht auf Grund dessen, was sie im Krankenhaus mit mir angestellt haben, und auch nicht wegen der Resultate der Untersuchung, sondern wegen … der Rechnung, die ich danach bekam. Vor etwa zwei Wochen musste ich ein paar Laborwerte für mein Blut haben und bin zuerst bei einem Labor in Boerne, etwa 40 Meilen in Richtung San Antonio, vorbeigefahren, weil ich in Boerne ohnehin einen anderen Termin für ein Ultraschall meiner Schilddrüse hatte. Aber ich hatte nicht beachtet, dass ich zu diesem Termin nüchtern erscheinen musste, und so haben sie mich wieder weggeschickt. Am nächsten Tag wollte ich dann nicht noch einmal die Strecke fahren, sondern habe mich entschlossen, einfach beim hiesigen Krankenhaus [Hill Country Memorial Hospital] vorbeizuschauen und es da machen zu lassen. So weit, so gut: gar kein Problem. Sie haben mir die 4 Ampullen Blut abgezapft, die sie benötigten, und das war’s. Der Schock kam dann ein paar Tage später, als ich die Rechnung bekam: stolze $ 1.239,50 – das waren, zum Tageskurs umgerechnet, immerhin noch € 993,59! Das hätte ich bei einem unabhängigen Labor wie bei dem in Boerne, wo ich ursprünglich war, für schätzungsweise unter $ 500 bekommen, und in Deutschland fuer unter € 300!

The next day I went to the accounting office of the hospital to find out if those costs were covered by Medicare A, which I have through my wife, and which covers not regular doctors’ bills but hospital care. The very friendly lady there explained to me what I had already feard, viz. that Medicare A only covers inpatient treatment, and not my being there for outpatient tests only. She was quite surprised, in fact, that I had had the tests done at the hospital at all, and between the lines let me know never again to go to the hospital for blood works. She smiled and told me, “You’ve done us a favour.” Well, nilly willy I paid the bill and can now only hope that my German health insurance will refund me some of the costs at least. They refund me the costs I incur here unless they’re higher than the costs for te same treatment in Germany, and so far that hasn’t been a problem. But in this case I’m afraid I’ll have to pay quite a bit of that amount out of my own pocket. Well, a lesson learned the hard way!

Am nächsten Tag bin ich dann zur Rechnungsstelle des Krankenhauses gefahren, um zu erfragen, ob diese Kosten vielleicht von Medicare A übernommen werden. Das ist die staatliche Krankenversicherung hier, auf die ich durch meine Heirat mit einer amerikanischen Staatsbuergerin, die in die Sozialversicherung eingezahlt hat, Anspruch habe. Medicare A zahlt fuer Krankenhauskosten, nicht für “normale” Arztkosten. Aber wie ich schon befürchtet hatte: Medicare A zahlt nur für stationäre Behandlung, nicht für ambulante. Die sehr freundliche Dame da im Büro war ganz überrascht, dass ich diese Blutabnahme und -untersuchung überhaupt im hiesigen Krankenhaus hatte machen lassen. Sie ließ durchblicken, ich solle das in Zukunft aber nicht wieder so machen. Lächelnd meinte sie, “Sie haben uns einen Gefallen getan.” So habe ich dann nolens volens meine Rechnung bezahlt und kann jetzt nur hoffen, dass mir meine deutsche Krankenversicherung wenigstens einen Teilbetrag zurückerstattet. Sie erstatten mir nämlich auch die Kosten hier, sofern sie die deutschen Saetze nicht übersteigen, und bisher war das nie ein Problem. Aber in diesem Fall, fürchte ich, werde ich einen großen Teil der Kosten aus meiner eigenen Tasche zahlen müssen. So habe ich meine Lektion dann auf dem harten Weg gelernt.

36 responses to “Hospital Shocker

  1. Das ist ja Wahnsinn! Dann wünsche ich viel Glück das dir die deutsche Krankenkasse etwas zurück erstattet! L.G. Anja

    • Halt’ mal die Daumen. Sonst muss ich eben die Weihnachtsgeschenke fuer Mary reduzieren. 😉 Nein, das nun doch nicht. Aber schoen ist das Ganze in der Vorweihnachtszeit nun auch wieder nicht.
      Habt eine schoene Woche,
      Pit

  2. Oh dear, lieber Pit,
    das sind ja saftige Preise! Aber ich kann dich beruhigen: Ich bin über die Künstlersozialkasse versichert, die anstandslos jede Behandlung im Ausland bezahlt, allerdings nach dem deutschen Tarif. Auf der anderen Seite benötige ich der Leistung nur bei Sonderbehandlungen, denn die medizinische Grundversorgung ist in England eh kostenlos. Darauf sind die Engländer sehr stolz.
    Ganz liebe Grüße und eine fröhliche Woche
    Klausbernd

    • Hallo Klausbernd,
      ja, ganz schön saftig. Meine Mutter hätte gesagt, “Die nehmen es von Lebendigen, denn von Toten bekommen sie nichts mehr.” Bisher hatte ich ja auch nie Probleme, und Beihilfe und Krankenkasse haben mir Alles ersetzt. Aber bei der Rechnung habe ich dann doch meine Zweifel. Hier ist ja nichts im Gesundheitswesen kostenlos, und da es keine Gebührenordnung gibt, kann jeder Arzt; jedes Labor und jedes Krankenhaus die Preise nacheigenem Gutdünken festlegen.
      Liebe Grüße, auch an die ganze Meschpoke,
      Pit

      • Lieber Pit,
        hier kämpfen die Labour-Anhänger mit aller Kraft, dass UK sein National Health System mit kostenloser Grundversorgung für jeden behält. Das ist eine Errungschaft von Labour nach dem WW II, worauf die Labour-Anhänger sehr stolz sind, die aber den Conservativs ein Dorn im Auge ist. Sie sind ja viel zu sehr an die USA seit Thatcher ausgerichtet.
        Aber ich habe zum Glück Zahnarzt und Allgemeinmediziner mehr oder weniger kostenlos hier und wenn’s was kostet, übernimmt es die Künstlersozialkasse, die ähnlich wie die Beihilfe nach Vorkasse eintritt. Allerdings lässt die Ausstattung und Belegung von Krankenhäusern hier verglichen mit Deutschland zu Wünschen übrig.
        Liebe Grüße von der ganzen Meschpoke an dich und Mary
        Klausbernd 🙂

        • Lieber Klausbernd,
          aber bloß nicht das amerikanische System nachmachen. Das ist eines der teuersten und trotzdem gleichzeitig eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Sagen jedenfalls die Statistiker.
          Liebe Grüße, auch an Dina und die beiden Buchfeen,
          Pit & Mary

  3. Healthcare certainly does come at a price! We have Medicare and secondary insurance which – so far anyway – has covered the cost of everything we have done with few exceptions. Also, our doctors’ office does their own blood work which I’m sure saves some $$ over having it done in a hospital. All I can say about that bill is “EEEEEEEK!!!!!”

    Hugs, Pam

    • So far my German insurance [partly state, partly private] has covered everything here, but with THAT bill I doubt they will refund me fully. If I had know beforehand that the hsopital would charge me that much, I’d gone to an independent laboratory. But when I had the tests done previously at the hospital in Kenedy, the costs were much lower. So, I had no idea of what was to come.
      I agree on “EEEEEEEEEEEEEEEK!!!!
      Have a great week,
      Pit

  4. Ouch! (In more ways than one).

  5. Na bumm! – wie wir Wiener dazu sagen! Das ist ja heftig.
    Ich halte Dir die Daumen, dass Du von der Versicherung was zurück bekommst.
    LG Gabi

  6. Ui, das ist wirklich saftig, wie Klausbernd schon sagte : (

    • Hallo Petra,
      oder, wie Sarah sagte, “Ouch!” Aber ich haette es ja auch billiger haben koennen, und die Dame bei der Rechnungsstelle war echt erstaunt, dass ich diese Untersuchung im Krankenhaus habe machen lassen. Aber da ich das zu relativ normalen Preisen auch schon einmal im Krankenhaus an unserem frueheren Wohnort habe machen lassen, habe ich einfach nicht mit so exorbitanten Preisen gerechnet.
      Hab’ eine schoene oche,
      Pit

  7. Medical costs are getting ridiculously high. It looks like there is no cost control….

    • Hi Amy,
      I agree: sometimes the costs are ridiculous. In Germany, we do have more control as medical costs are regulated. But I think everyone would cry foul here in the US if the government intervened, wouldn’t they? But this is the very first time that I incurred such high costs. What quite ferquently amazes me here is that I sometimes get a rebate. Unthinkable in Germany.
      Have a great week,
      Pit
      P.S.: Let’s talk later about meeting here.

  8. Hard to ‘like’ this Pit. Here in Canada it’s a shocker when we get ambulance bills, for far less. Immunizations are charged… and medications of course, but not much else. Our Medicare Insurance premiums our about $112/month for two of us, my wife and I… the less we earn, the less we pay, Sorry for the outrageous bill.

    • Well, Bruce, the next time I’ll be wiser and go to an independent laboratory. And then, with the lower bills for the same work done, my German insurance will refund me all of it. I’m really curious to find out how much they’ll refund me this time. The jury on that ist still out. I should find out in about a week.
      Medicare here – at least Medicare B, which you have to pay for – also depends on your income. When I first applied for it, it would have been $ 99/month, plus the same amount for my wife. But since we have a higher income now, the premium would be more.
      Have a great Sunday,
      Pit

  9. OK, ich will nie wieder meckern … 😉

    • Ja, das amerikanische Gesundheitswesen! Aber insgesamt gesehen darf ich nicht meckern. Bisher habe ich, bis auf zwei Mal, meine Kosten erstattet bekommen. Dass eine Mal war das hier beschriebene, das andere ein Krankentransport anlässlich eines Fahrradunfalls [http://tinyurl.com/6wkkpdu]. Und schließlich gibt es beim Arzt ja manchmal auch einen Rabatt!
      Liebe Grüße,
      Pit

  10. Insane. You might think someone would have warned you. And when I think about how many Americans think the world would end if they had something like the UK’s National Health Service….

    • Hi Ellen,
      It sure is insane: the US has one of the most inefficient and at the same time one of the most expensive health care systems in the world. I found thins in the NYT today: “One of the things about the U.S. health care system is that it defies the laws of economics, and of gravity. Once the price is high, it just stays there.” [http://tinyurl.com/nsaowrm]
      Have a great day,
      Pit

      • Great quote. The real shocker is that the UK, which has a much cheaper and overall very good system (with some problems, admittedly) that cover everyone, without charge, is selling off bits of the system to for-profit companies, some of them American, and generally trying to imitate the broken American system. I could just scream, it makes me so mad.

  11. Uff, wie doof, lieber Pit!
    Mir geht es ein wenig wie du, ich bin die meiste Zeit “Ausländer”, verbringe meine Zeit in 3 Länder (Deutschland, England und Norwegen) und bin zu Hause in Norwegen nicht sesshaft und mit dem Alter steigen auch die Zipperlein und ich muss einen Arzt hier und dort gelegentlich aufsuchen.

    In Deutschland wo ich permanent wohne, arbeite und sozialversichert bin gibt es keine Probleme. Das System ist für mich als Versicherter sehr, sehr gut. In Norwegen ist es wie in der Schweiz, Zahnbehandlung ist nicht inklusive etc, da fangen schon die ersten Probleme an, die Selbstbeteiligung bei Untersuchungen ist ebenfalls recht hoch. Das zweite Problem; ich bin Norwegerin, bei den europäischen Abkommen spielt es teilweise eine Rolle, langsam wir es kompliziert. Deutschland, meine Wahlheimat gehört zu EU, meine Heimat nicht. Und ich erlebe immer wieder Überraschungen, obwohl ich zweifach versichert bin.

    Bevor Norfolk meine dritte Wahlheimat wurde, war ich fast jedes Jahr mehrere Wochen in Amerika, mit einer Zusatzversicherung. Irgendwann bekam ich den Tipp, eine Jahres-Reisversicherung bei der Debeka abzuschließen. Die kostet 10 € im Jahr, eine wirklich gute Investition. Problemlos hat sie hohe Zahnarztkosten in Amerika bezahlt und auch eine Notfallbehandlung bei einer Privatklinik in Norwegen, was mich verblüfft hat. (Ich hatte einen Hexenschuss und bräuchte schnell eine AU, es ging nicht mit den Wartezeiten bei dem Öffentlichen Krankenhaus.)

    Einmal war ich in Norwegen und musste einen Zahnarzt aufsuchen. Auf die Kosten blieb ich sitzen. Das Argument der Debeka: diese Kosten sollte von meiner deutschen Krankenversicherung übernommen werden, nach den Richtlinien der EU. Dieses Abkommen sagt aber; Kosten werden nur zurückerstattet wie sie im eigenen Land übernommen werden; heißt, da die Norweger für den Zahnarzt aus eigener Tasche bezahlen, muss ich es auch tun. Da spart die DAK geld. 🙂 Ergo ein Verlustgeschäft für mich.

    Werde ich in England krank, ist sehr easy; die fragen nur nach meiner englischen und deutschen Adresse und Pass und sonst nichts; alles wird übernommen, ohne zusätzliche Kosten. Denen interessiert meine Krankenkasse oder meine Zusatzversicherung überhaupt nicht, was ich ebenfalls ein wenig sonderbar finde.

    Wie war das mit dir beim Zahnarzt in Norwich, hast du bezahlen müssen?
    Ganz naiv gefragt; vielleicht hast du eine deutsche Adresse, wie ich eine Norwegische habe und es würde sich lohnen in D etwas Zusätzliches abzuschließen?
    Au jeden Fall würde eine Frustrechnung wie deine mich anspornen im Zukunft solches zu vermeiden, es kann immer passieren das man Notfallmässig ambulant behandelt werden muss. Shit happens, aber nichts für ungut.

    Sei lieb gegrüßt!
    Dina x

    • Danke, liebe Dina, für diesen riesig langen Kommentar. 🙂
      Zunächst einmal: meine Krankenkasse hat ihren Anteil dazu, wie es scheint, voll erstattet, und es ist nicht nicht raus, ob auch die Beihilfe mir nicht doch ihren gesamten Anteil erstattet. Sie haben mich jedenfalls wissen lassen, dass sie einen Nachweis brauchen, wieviel meine Krankenkasse erstattet hat, und ob ich nicht aus anderen Versicherungen etwas bekomme. Muss ich dann, wenn ich die Unterlagen eingereicht habe, einmal schauen.
      Ansonsten: normalerweise habe ich ja gar keine Probleme, meine Gesundheitskosten hier durch die deutsche Krankenkasse und Beihilfe erstattet zu bekommen. Da ist das System wirklich gut.
      Eine Zusatzversicherung für Amerika nutzt mir nichts, weil ich ja nicht auf Urlaub hier bin, sondern dauerhaft hier lebe. Was der ADAC z.B. anbietet, ist eine Auslandsreisekrankenvericherung, die für maximal 6 Woche pro Jahr – eben für eine Reise – gut ist. Eine dauerhafte Auslandskrankenversicherung gäbe es zwar wohl, aber die käme mich viel zu teuer, zum Einen vom Eintrittssalter her, und zum Anderen, weil ich ja über Deutschland wirklich gut versichert bin und eben nur in den seltenen Fällen etwas bräuchte, wenn eine deutsche Versicherung nicht oder nicht Alles zahlt. Aber so ewtas – ich habe nachgeforscht – gibt es nicht.
      Etwas wie Dir mit der Zahnbehandlung in Norwegen ist mir übrigens noch nicht passiert. Die DeBeKa hat bisher immer ihren Anteil erstattet. Auch übrigens mit der Zahnbehandlung in Norwich. Da haben sowohl DeBeKa als auch Beihilfe gezahlt und ich bin auf nichts sitzen geblieben.
      Ich habe übrigens nur meine amerikanische Adresse, da ich meinen Wohnsitz in Deutschland komplett abgemeldet habe.
      Und wie einfach es in England ist, das erstaunt mich immer wieder. Nur: der NHS ist ja nicht unbedingt immer “das Gelbe vom Ei”, wie man so sagt. Nicht umsonst kommen viele Engländer auf den Kontinent, nach Frankreich oder Deutschland, zur Behandlung. Weil eben der Standard besser ist.
      Hier in den USA sind übrigens die Kosten Spitze, nicht unbedingt aber der Standard.
      Na ja, wir werden sehen.
      Liebe Grüße, auch an den Rest der “Viererbande”, und habt ein schönes Wochenende,
      Pit & Mary

  12. Ak. Just ak. Sorry to read this.

    • Hi Shelley,
      Maybe I’ll still be lucky that the state in Germany will refund me. The jury is still out on that. My private health insurance did pay their share [30%].
      There’ll be another story soon.
      Have a Merry Christmas and a Happy New Year,
      Pit

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