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Driving in Germany

Last weekend I visited with a friend in Nuremberg and drove there in my rental – a small Nissan Note, btw. It was really an experience [spoiled as I am by the calm driving in the US] again, those wild German drivers.  😉  Well, of course, as a native German who lived in Germany for 60 years, I should have known what to expect. But it still surprised me quite a bit, and to tell the truth, it made me feel uncomfortable on the highways. Not that I was afraid, but I certainly did feel uneasy, when I saw cars appear in my rear mirror, barreling down the “Autobahn” at a high – and to my mind unsafe – speed, or noticed them nearly sitting on my rear bumper.

Autofahren in Deutschland

Am vergangenen Wochenende habe ich einen Freund in Nürnberg besucht und bin in meinem Mietwagen – einen kleinen Nissan Note – hingefahren. Es war mal wieder ein wirkliches Erlebnis [verwöhnt wie ich nun einmal vom ruhigen amerikanischen Verkehr bin], diese wilden deutschen Autofahrer. Na ja, als jemand, der 60 Jahre in Deutschland gelebt hat, hätte ich wissen sollen, was mich erwartet. Und eigentlich wusste ich es ja auch. Aber ein wenig war ich schon überrascht, und, um die Wahrheit zu sagen, hat mich das Fahren auf den Autobahnen auch ein wenig unangenehm berührt. Nicht dass ich Angst gehabt hätte, aber etwas unwohl habe ich mich schon gefühlt, wenn ich Autos im Rückspiegel sah, die die Autobahn mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit herunterdonnerten, oder wenn sie mir ganz dicht auf dem Kofferraum saßen.

Let me frankly state that I really enjoy driving on US highways, with their speed limit, and especially the fact that trucks can also keep up that speed, so that in the US we don’t have what we call “elephants’ races” on the highways, with one truck blocking the passing lane for many kilometers, as that truck is overtaking another truck with a speed advantage of sometimes not more that one or two kilometers per hour. Driving on highways in the USA is a relaxing experience: you enter the highway, get up to the speed limit, switch on the cruise control, and then … your only job is not to fall asleep.  😉  In Germany I usually don’t use the cruise control. It normally doesn’t make any sense as you can’t use it for more than a few minutes at a time. There are too many cars that are either slower or faster than you are, and you constantly have to adjust your speed.

Ich sage es ganz offen, dass ich lieber auf US Autobahnen fahre, mit der dortigen Geschwindigkeistbeschränkung, und ganz besonders, weil die LKWs dort diese limitierte Höchstgeschwindigkeit auch einhalten können, was die unsäglichen “Elefantenrennen” verhindert, die wir auf deutschen Autobahnen leider nur zu gut kennen, wenn ein LKW einen anderen überholt, mit einem Geschwindigkeitsüberschuss von gerade einmal einem oder zwei Kilometern pro Stunde, und so die Überholspur auf mehrere Kilometer blockiert. Das Fahren auf Highways in den USA ist entspannend: man fährt auf, beschleunigt auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, schaltet den Tempomat ein und … braucht dann nur noch aufzupassen, dass man nicht einschläft.  😉  In Deutschland auf Autobahnen benutze ich den Tempomat normalerweise nicht. Es macht keinen Sinn, da man ihn nicht für mehr als ein paar wenige Minuten an einem Stück nutzen kann. Es gibt einfach zu viele Autos, die entweder langsamer oder schneller unterwegs sind als man selber, so dass man seine eigene Geschwindigkeit ständig anpassen muss.

Oh, and a final remark: it is a misconception when people believe that all German highways have no speed limit. Quite a lot are limited in one way or another, e.g. either generally or because of ongoing construction. In fact, only about 4,000 kilometers out of close to 13,000 are free of any speed limit.

34 responses to “Driving in Germany

  1. Genau so ist es, lieber Pit – man braucht aber gar nicht in die USA zu fahren, mal kurz über die Grenze nach Frankreich – und schon fährt man zwischen lauter entspannt dahinrauschenden Franzosen, die sich allenfalls mal 140 km/h erlauben … und trotzdem nicht einschlafen …

    • Stimmt : ) Ich empfinde Autofahren in den USA, Frankreich oder übrigens auch auf griechischen Autobahnen auch als wesentlich angenehmer …
      Liebe Grüße
      Petra

      • Hallo Petra,
        danke für Deinen Beitrag. Mit griechischen Autobahnen kenne ich mich nun gar nicht aus. Den Verkehr auf französischen fand ich zwar etwas hektischer als auf amerikanischen, aber bei Weitem nicht so schlimm wie auf deutschen Autobahnen. Liegt wohl daran, dass die Autobahnen einfach enger sind als in Amerika. Dasselbe gilt für die belgischen.
        Ich erinnere mich mich ganz deutlich daran, als ich einmal mit dem Auto aus England zurück kam. Ich war gerade in Aachen-Lichtenbusch über dii Grenze und auf der A4 Richtung Köln unterwegs, als ich im Rückspiegel, noch ganz klein und bestimmt etwa einen Kilometer hinter mir, ein Auto auftauchen sah, dessen Fahrer sich bemüßigt sah, mich sogar schon auf diese Entfernung mit der Lichthupe von der Überholspur scheuchen zu wollen. In dem Augenbich hätte ich, auch ohne jede Beschilderung, gewusst, dass ich wieder in Deutschland war. 😉
        Apropos Lichthupe: in Amerika, denke ich manchmal, wissen die meisten Fahrer gar nicht, dass sie eine haben. Wie wohltuend!
        Lieber Grüße, z.Zt. noch als “bundesdeutscher Verkehrsteilnehmer”,
        Pit

      • … vielleicht sollte ich mal nach Griechenland fahren ….

    • Hallo Martin,
      stimmt, in Frankreich ist es (etwas) anders. Mehr dazu hatte ich ja schon in meiner Antwort auf Petra’s Kommentar geschrieben.
      Liebe Grüße,
      Pit

  2. Well I know what you mean! Whenever I visit my family in The Netherlands, I am amazed how narrow the roads and parking lots actually are, how crazy everybody drives, those darn vespa’s every where, and my sons ask why in Grimm’s name they have planted all those trees next to the road ;0) My husband though has fond memories of those gorgeous German highways and I remember our motorcycle hollidays in Germany when we were very, very young and at the end of the day I was so happy to find my head still attached to my body;0) Last year, he was on business in Germany and rented a car…he was a very happy man;0) Cheers, Johanna

    • Hi Johanna,
      Well, the Netherlands have the same narrow roads as Germany, don’t they? But as to the trees: I like them at the sides of the roads. Mostly, that is. Not when, with a low sun, I have that irritating change of shadow and sunlight.
      So your husband needs to be over in Germany more often!? 😉
      Have a great day,
      Pit

      • Of course you are right, the trees are so pretty but my sons are not used to them so close to the road and wondered about that;0) Talking about Germany…whenever you have time could look at this link http://thebigforestuk.wordpress.com/2014/11/06/where-in-the-world/ These people found old photographs and think it might be somewhere in Germany. I cannot find it….

        • Hi Johanna,
          Actually, of course, I have to admit: these trees can be dangerous. But to my mind they’re beautiful, too. Since they are dangerous, many/most of them had been cut down in western Germany, but it was really lovely to see after re-unification how many had – and have – survived in former Eastern Germany.
          As to the link and the pictures: for the first one I had, like you, thought it might be Hamburg [Speicherstadt], but I’m not certain. That statur diesn’t look “German” to me, not even of that old time. And unfirtunately I can’t read the sign on the building to the right. Of the other pcitures I have no clue whatsoever.
          Have a great day,
          Pit

  3. Es wäre gut, wenn alle etwa im gleichen Tempo dahinschweben würden. Ich habe heute Nacht meinen Tante zum Flughafen nach Hamburg gebracht. Im Elbtunnel war Richtung Nord nur eine Röhre (= 2 Fahrspuren) offen. Normalerweise fahren rechts die LKW, links die PKW. Ich fuhr auf der linken Spur mit Tempo 90 km/h (80 erlaubt) und wurde rechts von einem Mercedes-Sprinter überholt. Das habe ich auch nie erlebt.
    Btw.: wir waren rechtzeitig am Flughafen. 🙂

    • Hallo Uta,
      danke für Deinen Beitrag hier. Es ist wirklich schön, wenn Alle, inklusive der LKWs, das gleiche Tempo haben. Dass man in Amerika auch rechts überholen darf, empfinde ich übrigens als sehr gut. Trotzdem aber würde ich es hier in Deutschland – zumindest wenn auf den Autobahnen nur zwei Fahrspuren sind – nicht gerne sehen. Und man müsste dann m.E. auch das Rechtsfahrgebot aufheben und das “keep your lane” einführen.
      Um am Montag rechtzeitig in Frankfurt am Flughafen zu sein, werde ich wohl doch auf die Autobahn ausweichen müssen, da dank der GDL 😦 mein ICE entweder gar nicht oder nur mit Verspätung fahren dürfte. Damit wäre ich sonst nämlich problemlos in gerade einmal etwa 40 Minuten von Siegburg mitten im Frankfurter Flughafen. Wie schön, dass wir Herrn Weselsky haben! 😉
      Liebe Grüße, und mach’s gut,
      Pit

  4. Hallo Pit,
    klar, das Fahren hier ist etwas speziell. Vieles dabei ist auch sicher der enorm hohen Verkehrsdichte geschuldet. Plus die Baustellenmenge zur Zeit. Das ist schon extrem. Und natürlich wird auch zu schnell gefahren. Aber auf der anderen Seite bist du vermutlich auch ein wenig “entwöhnt” 🙂
    Mit dem Verkehr auf amerikanischen Straßen kann man das hier sicher nicht vergleichen, da würde ich auch einen Interstate bevorzugen. Auch wenn das rechts Überholen für einen Deutschen sehr irritierend ist. Aber alleine die Anlage der Straßen in den USA vermittelt weniger Stress. Vielerorts siehst du den Gegenverkehr ja nicht mal weil der Grünstreifen in der Mitte so breit ist. Abgesehen von der Unfallvermeidung vermittelt das auch ein entspannteres Fahrgefühl. Auch das Tempolimit spielt da rein, obwohl sich dazu hier die Geister streiten 🙂
    Auto bzw Verkehrstechnisch hast du es da sicher besser. Ich freu mich auch immer über die wesendlich besseren Parkplätze mit genug Raum die Türen zu öffnen. Ebenso wie die Schwelle am Ende oder die Größenangaben (wie etwa “Compact only” ) in manchen Parkhäusern. Auf die Idee ist hier noch keiner gekommen 🙂 Ein komplexes Thema, denke ich.
    Ruhige Restkilometer wünsche ich noch !
    Kalle

    • Hallo Kalle,
      ja, das ist wirklich ein sehr komplexes Thema. Worüber ich auch noch bloggen werde, sind die “4-Way Stops”, etwas, das hier absolut nicht funktionieren würde. Das gäbe ein Gehupe und Geschreie, und in Null-Komma-Nix wäre die Kreuzung zugesetzt.
      Übrigens: Du hast recht, ich bin sehr “entwöhnt”. 😉 In den ersten zwei Tagen war es nicht ganz einfach mit den “Mini-Sträßchen” hierzulande.
      Was die Parklücken angeht: ich war gerade in der Markt-Tiefgarage in Bonn, und da hatte ich sogar mit meinem kleinen Nissan Note Schwierigkeiten, weil die Felder reichlich eng waren. Ich muss sagen, nicht zuletzt deswegen freue ich mich wieder auf Texas. Und auch, weil da keine blöden Lokführer streiken. Ich werde am Montag mit dem Auto nach Frankfurt fahren, obwohl ich ja die Fahrkarte für den ICE habe. Aber ich glaube nicht, dass die Bundesbahn, wenn der Streik um 4 Uhr morgens endet, um 7 Uhr den ICE nach Frankfurt schon pünktlich auf die Reise kriegt.
      So, das war’s für heute. Macht’s gut, und danke für den ausführlichen Kommentar,
      Pit

  5. Interesting facts, Pit! I didn’t drive the two years I lived in Berlin in the early 80’s, but had several trips on buses that were a little, um, fast and interesting! 🙂

    I hope you’re enjoying your time in your native land!

  6. Zwar bin ich kein aktiver Autofahrer mehr, aber wenn nicht gerade Stau ist, fährt es sich auf Schweizer Autobahnen sehr entspannt: Toujour 120 km/h und es gibt nur ganz wenige mit einem Sack voll Geld in den Taschen, die bewusst drüber rauschen.

    LG, Marion

  7. Not sure that I would call driving in the U.S. a “relaxing experieince”, but I suppose when considered from the perspective of the Autobahn, it is! 😉

  8. Good to know about the difference! Texans love to drive, don’t we 🙂 We have been Germany a few times, we love their train system. Happy travel, Pit.

  9. Ich glaube, wir haben uns über dieses Thema schon mal bei einem Beitrag in Deinem alten Blog ausgetauscht. Auch wir empfanden das Auto fahren in den USA als sehr entspannt und ruhig. Österreich steht ja, was die Hektik und Ungeduld betrifft, Deutschland sicher nicht viel nach, obwohl wir ja auf der Autobahn 130 kmh haben. Es gibt ja genug, die dich nicht dran halten.
    Und es stimmt. Die Parkplätze sind auch hier so eng. Hauptsächlich und den Parkhäuser, wo auch noch die Fahrspur oft relativ schmal ist, ist es beim ein- und ausparken immer ein hin und Hergeschiebe.
    Dieser “4-Way-Stop” würde auch hier nicht funktionieren.
    Was uns noch in Amerika gefiel, dass man an den meisten Ampeln auch bei rot rechts abbiegen darf.
    LG Gabi

    • Hallo Gabi,
      das mit dem nach rechts Abbiegen bei roter Ampel, immer dann wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, gefällt mir auch sehr. Ich musste mich zwar zuerst etwas dran gewöhnen, finde es jetzt aber gut.
      Was mir immer noch schwer fällt zu realisieren, ist, dass ich Vorfahrt vor einem von rechts kommenden Auto habe, auch wenn mir nicht durch ein Schild angezeigt wird, dass ich auf der vorfahrtberechtigten Straße bin.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Pit

      • Das mit der Vorfahrt, da muss ich zugeben, da weiß ich jetzt nicht mehr so genau Bescheid.
        Und als wir das erste Mal als erster zu einer roten Ampel auf der Rechtsabbiegespur kamen, haben wir uns erst gar nicht getraut, weiterzufahren. Man ist dann ganz verunsichert, weil man das ja von zu Hause nicht kennt, aber halt davon gelesen hat, dass man das darf. 🙂 Aber als wir es dann taten, hat uns keiner beschimpft, angehupt oder gelyncht oder so. 🙂
        LG Gabi

  10. Wie lange wirst Du noch in Europa bleiben?
    LG aus dem zwar sonnigen aber kuehlen NW Arkansas,
    Karl-Heinz

  11. Hallo Karl-Heinz,
    am Montag fliege ich wieder zurueck ins doch etwas waermere Texas. Hier im Rheinland [Hersel bei Bonn] war es heute lausig kalt.
    Ein schoenes Wochenende wuenscht Euch,
    Pit

  12. I enjoyed this post, Pit. Nice to hear about the driving differences and to know that you enjoy driving on Texas highways. I guess I need to appreciate them more now. 🙂

    • Bob,
      I really like driving in the US. Well, the big cities – I’m thinking og, e.g. Austin or Houston and the like – that’s a different matter.
      Have a great Sunday,
      Pit

  13. U.K. motorways also have a lower speed limit for trucks, which it seems to me make the driving more rather than less dangerous. But I’m sure there’s a study somewhere proving it’s safer.

    • Hi Ellen,
      I think you’re right with studies: they quite often “prove” what the people who ordered them want to be proved. Same with statistics: wasn’t it Churchill who said “there are lies, damned lies and statistics”?
      Btw, here in Texas they use statistics to raise the speed limit: if 10% of the drivers go faster than the posted speed limit, it is raised!!! What a strange way of reasoning!
      Have a great day in Cornwall,
      Pit

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